Tom Enders: "Wir sind gut ins Jahr 2015 gestartet und konnten eine solide operative Leistung und

Tom Enders: "Wir sind gut ins Jahr 2015 gestartet und konnten eine solide operative Leistung und verbesserte Cash-Generierung verzeichnen." - Bild: Airbus

Der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus hat im ersten Quartal bei etwas geringerem Umsatz mehr verdient als erwartet. Dazu trug unter anderem der Verkauf von Anteilen am französischen Flugzeug-Hersteller Dassault Aviation bei.

Der berichtete Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 73 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro, bereinigt um Sondereffekte ging das EBIT dagegen um 7 Prozent auf 651 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich verdiente der Konzern mit 792 Millionen Euro 80 Prozent mehr. Der Konzernumsatz sank um gut eine halbe Milliarde auf 12,1 Milliarden Euro. Analysten hatten dem Konzern im Vorfeld ein berichtetes EBIT von 935 Millionen und einen Nettogewinn von 592 Millionen Euro bei Einnahmen von 12,4 Milliarden Euro zugetraut.

Dassault-Verkauf bringt Geld

“Wir sind gut ins Jahr 2015 gestartet und konnten eine solide operative Leistung und verbesserte Cash-Generierung verzeichnen”, erklärte Airbus-Chef Tom Enders. Auch die Anteilsverkäufe hätten sich positiv niedergeschlagen. Das operative Ergebnis EBIT enthielt einen Nettogewinn in Höhe von 697 Millionen Euro aus dem Verkauf von weiteren 17,5 Prozent am französischen Flugzeug-Hersteller Dassault Aviation und einen positiven Beitrag von 43 Millionen im Zusammenhang mit der Gründung der ersten Phase des Trägerraketen-Joint-Ventures.

Für 2015 erwartet Airbus weiterhin einen leichten Anstieg des EBIT vor Einmaleffekten und einen ausgeglichenen freien Cashflow. Gewinn und Dividende je Aktie sollen weiter steigen.

A380-Programm auf Kurs

Das A380-Programm ist auf Kurs, 2015 die Gewinnschwelle zu erreichen, teilte Airbus weiter mit. Das sind gute Nachrichten, denn die Suche nach Kunden für den Flieger gestaltete sich zuletzt schwierig. Rund ein Dutzend Kunden haben ihre Bestellungen storniert oder nach hinten verschoben, allerdings gab es auch mit Emirates Airlines und Singapore Airlines zwei Großabnehmer.

Enders kündigte an, gegen Ende des Jahres erneut die Kapitalallokation zu prüfen, nachdem der Hochlauf der A350-Produktion, der Übergang zur A320neo-Version und die Veräußerungen weiter fortgeschritten seien.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke