FRANKFURT (Dow Jones/FAZ/rm). Entscheidend sei dafür aber eine Einigung beim umstrittenen neuen Airbus-Militärtransportflugzeug A400M, sagte Enders der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (FAZ – Samstagausgabe). “Sofern wir bei diesem Flugzeug bis Jahresende die notwendigen Vertragsanpassungen mit unseren Kunden hinbekommen und diese ihre Zusagen einhalten, rechne ich damit, dass wir 2010 profitabel sein werden”, sagte der Airbus-Chef.

Airbus ringt seit vielen Monaten mit den potentiellen Abnehmerländern des A400M – darunter auch Deutschland – um eine Kompensation der milliardenschweren Kostenüberschreitungen bei der Entwicklung der Militärmaschine. Trotz wachsender Finanznot in vielen Ländern sieht Enders das Projekt nicht gefährdet: “Lufttransport steht auf der militärischen Prioritätenliste aller Kunden ganz oben, trotz sinkender Budgets”, sagte er. “Wir gehen davon aus, dass wir mindestens 170 Maschinen an unsere sieben Abnehmerländer ausliefern. Damit werden wir eine wirtschaftlich vertretbare Basis erreichen.”

Der A400M ist eines der wichtigsten neuen Modelle von Airbus. Die Entwicklungspannen bei dem Großprojekt haben 2009 bei dem Flugzeugbauer zu einem operativen Verlust von 1,4 Mrd EUR geführt. Auch der Airbus-Mutterkonzern EADS geriet dadurch in die Verlustzone.