Die Auftragseingänge gingen das zweite Jahr in Folge zurück und lagen netto bei 402 Maschinen,

Die Auftragseingänge gingen das zweite Jahr in Folge zurück und lagen netto bei 402 Maschinen, nachdem sie im Vorjahr um 10 Prozent auf 422 Aufträge gesunken waren. Zudem wurden Bestellungen für 33 Militär-Transporthubschrauber vom Typ NH90 storniert. - Bild: Airbus Helicopters/Charles Abarr

Der Airbus-Konzern hat im vergangenen Jahr weniger Hubschrauber ausgeliefert und auch weniger Neuaufträge erhalten als im Jahr zuvor.

Die Sparte Airbus Helicopters, weltgrößter Hersteller von Hubschraubern, konzentrierte sich auf den Umbau ihres Geschäftes und die Behebung technischer Probleme bei einem ihrer Modelle. 2014 wurden 471 Hubschrauber ausgeliefert, 2013 waren es noch 497 Stück, wie Airbus Helicopters mitteilte.

Die Auftragseingänge gingen das zweite Jahr in Folge zurück und lagen netto bei 402 Maschinen, nachdem sie im Vorjahr um 10 Prozent auf 422 Aufträge gesunken waren. Zudem wurden Bestellungen für 33 Militär-Transporthubschrauber vom Typ NH90 storniert.

Das Hereinholen von Aufträgen werde in diesem Jahr Priorität haben, kündigte Airbus-Helicopters-Präsident Guillaume Faury an. Die Aussichten für Geschäfte im Militärbereich seien in den kommenden Monaten gut. Unter anderem Polen und Südkorea wollen demnach Hubschrauber für ihre Streitkräfte kaufen.

Sein Unternehmen rechne in diesem Jahr mit Auslieferungen etwa auf Vorjahresniveau, wobei vermehrt größere und lukrativere Modelle nachgefragt werden dürften, sagte Faury weiter. Die Neuaufträge dürften die Auslieferungen übersteigen, sagte er.

Während die Nachfrage von Kunden aus dem Militärbereich anzieht, bleibt der Markt für die zivile Luftfahrt unter Druck. Laut Faury könnten auch Ausgabenkürzungen im Öl- und Gassektor das Geschäft beeinflussen. Die Sanktionen gegen Russland würden die Auslieferung einiger Hubschrauber vom Typ EC175 an einen russischen Kunden behindern.

Das Jahr 2015 sollte jedoch eine Phase der Stabilisierung in der Branche sein, erwartet der Manager. Seine Sparte werde sich auf die Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit konzentrieren. Das Unternehmen arbeite zudem weiter an neuen Modellen und wolle in diesem Jahr den X4 fliegen, einen Prototypen einer neuen Hubschrauber-Familie.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke