Airbus-Montage in Hamburg: Die IG Metall hält das Ausmaß der Produktivitätssteigerung, die die

Airbus-Montage in Hamburg: Die IG Metall hält das Ausmaß der Produktivitätssteigerung, die die Arbeitgeber fordern, für nicht zumutbar (Bild: Airbus).

HAMBURG (Dow Jones/ks)–Aus diesem Grund habe die Gewerkschaft den Termin am Mittwoch vorgeschlagen. Im Anschluss daran wollen die Arbeitnehmervertreter das weitere Vorgehen beraten. Die Gefahr von Warnstreiks ist mit der Wiederaufnahme der Gespräche aber nicht gebannt. Kommen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht näher, sieht sich die IG Metall möglicherweise gezwungen, den Druck zu erhöhen und zur zeitweisen Niederlegung der Arbeit aufzurufen.

Die Gewerkschaft fordert eine Beschäftigungssicherung bis zum Jahr 2020, die Arbeitgeber die Steigerung der Produktivität. Knackpunkt der Verhandlungen ist das von Airbus geforderte Maß der Produktivitätssteigerung, das die Gewerkschaft für nicht zumutbar hält.

Die Auseinandersetzung mit Airbus über den Abschluss eines Zukunftstarifvertrages für die 16.000 Beschäftigten an den vier deutschen Standorten läuft seit eineinhalb Jahren.

Um bei der Wiederaufnahme der Gespräche endlich einen Schritt weiter zu kommen, will sich die Gewerkschaft zunächst auf die Themen erweiterte Mitbestimmung des Betriebsrats beim Einsatz von Leiharbeit sowie der Beschäftigten und des Betriebsrats bei der Arbeitsorganisation und Optimierungsprozessen konzentrieren. Diese Themen hatte das Arbeitsgericht Frankfurt bereits am Freitag als streikfähig bezeichnet und einen Antrag des Unternehmens auf Unterlassung von Arbeitskampfmaßnahmen abgelehnt.

Mit der Fokussierung auf diese beiden Themen nehmen Arbeitnehmer und Gewerkschaft aber keineswegs Abstand von ihrem Wunsch nach einem Zukunftstarifvertrag 2020. “Dies bleibt auch weiterhin unser Ziel”, sagte Geiken. Airbus und die Gewerkschaft hatten sich allerdings in den vergangenen Monaten nicht auf einen Kompromiss für die Beschäftigten an den Standorten in Hamburg, Bremen, Buxtehude und Stade einigen können.