Die Paris Air Show beginnt für Airbus und Boeing vielversprechend. Beide hatten am Montag zusammen

Die Paris Air Show beginnt für Airbus und Boeing vielversprechend. Beide hatten am Montag zusammen bereits mehr als 200 Bestellungen eingesammelt. - Bild: Airbus

Die Paris Air Show beginnt für die Flugzeughersteller Airbus und Boeing vielversprechend. Die beiden Marktführer hatten am Montag zusammen bereits mehr als 200 Bestellungen eingesammelt.

Mit der ersten Order stellte Airbus zugleich ein neues Flugzeugmodell vor, den A330-300 Regional. Das ist ein für kürzere Routen optimiertes Großraumflugzeug. Saudi Arabian Airlines kündigte bereits an, 20 Maschinen als Teil einer 50 Flugzeuge umfassenden Bestellung abzunehmen.

Der A330-300 Regional kann bis zu 400 Passagiere über eine Strecke von bis zu 5.500 Kilometer transportieren. Er soll den Airlines ermöglichen, eine große Zahl Passagiere über kurze Distanzen zu befördern, wenn die Sitzkapazität eines mittelgroßen Jets nicht ausreicht. Der Airbus-Vertriebschef für Verkehrsflugzeuge, John Leahy, sieht “beträchtliche Marktchancen” für die Maschine. Zu potenziellen Käufern zählt er auch chinesische Airlines.

Saudi Arabian Airlines will mit der Maschine nach Aussage von Generaldirektor Saleh bin Nasser Al-Jasser “sein inländisches und regionales Netzwerk” ausbauen und besser mit dem wachsenden Passagieraufkommen zurechtkommen. Das erste Flugzeug soll 2016 ausgeliefert werden.

Kundin sowohl von Airbus als auch von Boeing ist die staatliche Garuda Indonesia. Sie kündigte den Kauf von 60 Maschinen von Boeing mit einem Gesamtlistenpreis von 10,9 Milliarden Dollar an. Die Order umfasst 30 Exemplare des Großraum-Jets 787-9 Dreamliner und weitere 30 Maschinen des Typs 737 Max. Mit Airbus unterzeichnete Garuda eine Absichtserklärung über den Kauf von 30 Langstrecken-Fliegern des Typs A350, einem Konkurrenten von Boeings Dreamliner.

Boeing gab zudem eine Bestellung mehrerer Frachtflugzeuge der 777-Baureihe durch die taiwanische EVA Airways bekannt. Hier liegt der Gesamtlistenpreis bei 1,5 Milliarden Dollar.

Airbus sicherte sich eine Bestellung von der zu General Electric gehörenden Leasingfirma GE Capital Aviation Services (GECAS), die 90 A320neo-Maschinen orderte. Auch die Air Lease Corp hat fünf weitere Maschinen bestellt.

Nicht nur die beiden Marktführer heimsten Aufträge ein. Auch die brasilianische Embraer erhielt inklusive Optionen Bestellungen über mehr als 100 Regionaljets. Embraer verfügt für sein neuestes Modell nun über einen Auftragsbestand von mehr als 600 Maschinen.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht