PARIS (Dow Jones/ks)–Der Flugzeughersteller Airbus will sich die zusätzlich entstehenden logistischen Kosten im Zusammenhang mit dem Austausch von Trent 900-Triebwerken von der Rolls-Royce plc ersetzen lassen.

Nach einer Notlandung eines A380 der australischen Fluggesellschaft Qantas in Singapur hatte Rolls-Royce Triebwerksinspektionen veranlasst, die gegebenenfalls einen Austausch nach sich ziehen. Die Ersatztriebwerke für bereits im Einsatz befindliche A380 holt sich der Hersteller aus der laufenden Produktion bei Airbus in Toulouse.

“Wir unternehmen zusätzliche Anstrengungen, um die Produktion am Laufen zu halten und unseren Kunden zu helfen, ihren Betrieb aufrecht zu erhalten”, sagte Airbus-Sprecher Stefan Schaffrath zu Dow Jones Newswires. “Dafür verlangen wir eine vollständige Kompensation.” Sprecher von Rolls Royce waren nicht umgehend für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Triebwerksprobleme seien zudem eine “Herausforderung” für den Zeitplan des A380, so Schaffrath. Airbus hat in diesem Jahr bislang 16 Maschinen ausgeliefert und wollte eigentlich bis Jahresende weitere sechs Flugzeuge an ihre Kunden übergeben. Nun würden aber vermutlich nur 4 Maschinen fertig – drei für Qantas und eine für die Fluggesellschaft Emirates aus Dubai.