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Aixtron beantragt am 9. Januar eine Deregistrierung bei der amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC). -Bild: Aixtron

Der deutsche Hersteller von Depositionsanlagen Aixtron hat nach Informationen von Produktion erreicht, dass seine American Depositary Shares (ADS) an der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq nicht mehr gehandelt werden. "Am 30. Dezember erfolgte der Antrag des Delistings bei der Nasdaq", sagte der Unternehmenssprecher von Aixtron SE, Guido Pickert, gegenüber Produktion. Damit einher ginge in dem Fall die Einstellung des Handels über die Nasdaq, das heißt, der Handel der American Depositary Shares finde jetzt nur noch über so genannte Over-the-Counter-Märkte statt.

"Weitere zehn Tage später, also am 9. Januar, wird die Deregistrierung von der Securities and Exchange Commission beantragt", kündigte Pickert an. Wenn dieser Prozess nach 90 Tagen abgeschlossen sei, seien sie in den USA nicht mehr gelistet und nicht mehr bei der SEC registriert.

Die Grand Chip Investment GmbH (CGI) hatte am 8. Dezember mitgeteilt, dass ihr Angebot zur Übernahme von Aixtron erloschen sei, da Ziffer 4.2.2. (ii) der Angebotsunterlage nicht mehr erfüllt sei. Das amerikanische Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) beziehungsweise der US-Präsident Barack Obama hatten die Übernahme aus Sicherheitsgründen verboten.

Auf die Frage, ob Aixtron dem Bieter Grand Chip Investment in einem zweiten Anlauf die Übernahme des Unternehmens ermöglichen wolle, sagte Pickert: "Das Delisting in den USA ist komplett unabhängig von dem Übernahmeangebot und erfolgt rein aus Kosten- und Effizienzgründen."

Bereitet sich Aixtron auf eine mögliche Übernahme in der Zukunft vor? "Wenn, dann könnte das ohnehin nur ein potenzieller Bieter versuchen", so der Unternehmenssprecher. "Und über derartige Pläne ist mir nichts bekannt."

Aixtron hat derzeit noch keine konkreten Maßnahmen eingeleitet, um aus den roten Zahlen zu kommen. "Wir prüfen derzeit verschiedene Möglichkeiten, das Unternehmen wieder stabil aufzustellen, berichtete Pickert.