HERZOGENRATH (Dow Jones/ks)–Das Nettoergebnis erreichte 192,5 (44,8) Mio Euro, während Analysten lediglich mit 185 Mio Euro gerechnet hatten. Die Umsatzerlöse lagen mit 783,8 Mio Euro beim Zweieinhalbfachen des Vorjahreswerts (302,9 Mio Euro) und damit ebenfalls deutlich über den Analystenschätzungen (768 Mio Euro). Höhere Umsatzerlöse in Kombination mit einem sinkenden Herstellungskostenanteil führten zu einer um neun Prozentpunkte verbesserten Bruttomarge von 53%.

Das Betriebsergebnis stieg um 339% auf 275,5 Mio Euro. Hier hatten die Experten lediglich 267 Mio Euro für möglich gehalten. Der Anlagen-Auftragseingang verdoppelte sich 2010 auf 748,3 Mio Euro, alleine im vierten Quartal summierten sich die Neuaufträge auf 204,0 Mio Euro. Für diese Kennziffer lagen die Analysten mit ihren Schätzungen annähernd richtig, sie hatten mit 203 Mio Euro im Quartal nur etwas weniger erwartet.

Aixtron-CEO Paul Hyland sagte, 2010 sei insbesondere die Nachfrage nach LEDs für die Hintergrundbeleuchtung von TV-Geräten hoch gewesen. Aber auch die staatlich geförderte Nachfrage sei bei Aixtron durchgeschlagen, zudem würden erste Kunden damit beginnen, sich auf einen Massenmarkt für LED-Beleuchtungsanwendungen einzustellen. Der von Aixtron belieferte Markt habe sich von einem kleinen technischen Nischenmarkt in zwei wesentlich größere und nachhaltige Massenmärkte entwickelt, nämlich Unterhaltungselektronik und industrielle Beleuchtung.

Auch für das laufende Jahr zeigte sich die Aixtron SE aus Herzogenrath zuversichtlich. Das Unternehmen sei mit einem Auftragsbestand von 302,3 Mio Euro ins Jahr gestartet. Auf dieser Basis erwartet der Vorstand für 2011 einen Anstieg des Umsatzes auf 800 Mio bis 900 Mio Euro. Die EBIT-Marge soll bei 35% gehalten werden. 2010 war sie noch um 14 Prozentpunkte gestiegen (2009: 21%).

Mit der auf 0,60 Euro ebenfalls vervierfachten Dividende sollen auch die Aktionäre an dem Erfolg teilhaben, wie der TecDAX-Konzern am Dienstag mitteilte. Damit werden 31,5% des Netto-Konzerngewinns ausgeschüttet.