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Den Aktionärsschützern geht es darum, offene Fragen zu klären, beispielsweise ob die getätigten Rückstellungen für Strafzahlungen oder Schadensersatzansprüche womöglich zu niedrig sind. - Bild: VW

Dafür haben die Aktionärsvertreter bei Volkswagen einen Antrag auf Ergänzung der Tagesordnung für die Versammlung am 22. Juni eingereicht, teilte die DSW mit.

Ein Volkswagen-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern.

"Es geht darum, den gesamten Komplex rund um die manipulierte Software bei Diesel-Pkws von einem externen Prüfer unter die Lupe nehmen zu lassen", sagte DSW-Präsident Ulrich Hocker. Voraussetzung für den Antrag zur Ergänzung der Tagesordnung seien Stimmrechte von Aktien im Nennbetrag von 500.000 Euro, die seit mindestens drei Monaten im Besitz der jeweiligen Anteilseigner sein müssen, hieß es in der Mitteilung weiter.

"Die für die Durchsetzung des Antrags notwendige Aktienanzahl haben wir durch die Kooperation mit deutschen und internationalen VW-Aktionären bereits sicher", sagte DSW-Vizepräsident Klaus Nieding. Der Jurist hatte Anleger bereits bei der Deutschen Bank bei der Durchsetzung eines externen Sonderprüfer vertreten.

Den Aktionärsschützern ginge es darum, offene Fragen zu klären, beispielsweise ob die getätigten Rückstellungen für Strafzahlungen oder Schadensersatzansprüche womöglich zu niedrig seien. Auch müsse sichergestellt seien, dass die internen Kontrollmechanismen mittlerweile so eingerichtet seien, dass sich ein solcher Skandal nicht wiederholen könne. Die Ergebnisse eines Sonderprüfers solle VW den Aktionären dann im Vorfeld der Hauptversammlung 2017 präsentieren, teilte die DSW weiter mit.

Volkswagen hatte wegen des Abgas-Skandals 2015 den größten Verlust seiner Geschichte eingefahren. Aufgrund von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und Rückrufaktionen summierte sich das Minus auf knapp 1,6 Milliarden Euro. Der Konzern hatte im September eingeräumt, bei Umwelttests von Dieselfahrzeugen die Abgaswerte manipuliert zu haben.