Akzo Nobel

Akzo Nobel hat vor Gericht einen Sieg gegen Elliott eingefahren. - Bild: Akzu Nobel

Damit steigt der Druck auf den US-amerikanischen Akzo-Konkurrenten PPG Industries, ein feindliches Angebot für den niederländischen Farben- und Spezialchemiehersteller zu unterbreiten, oder aber seine monatelangen Übernahmeversuche aufzugeben. Akzo Nobel hatte Anfang Mai die dritte, nachgebesserte Offerte in Höhe von rund 24,6 Milliarden Euro abgelehnt.

Elliott hatte Akzo in den Niederlanden vor Gericht gezogen, um den Konzern mithilfe eines Richterspruchs zur Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung zu zwingen. Auf der Tagesordnung sollte als einziges Thema die Absetzung des Aufsichtsratschefs Antony Burgmans stehen, der an der Spitze der Gegner der Avancen von PPG steht. Akzo Nobel hatte die Forderung nach einem Aktionärstreffen mit Verweis auf niederländisches Recht zurückgewiesen.

Das Gericht befand, Akzo habe die Gebote von PPG "ernsthaft" analysiert. Die Entlassung des Aufsichtsratschefs sei eine strategische Angelegenheit, die vom Management und dem Aufsichtsrat entschieden werden müsse - nicht von den Aktionären, so das Gericht.

Vertrauensmangel ist schädlich

Allerdings warnte das Gericht Akzo auch, dass der Konzern es sich nicht leisten könne, die Differenzen mit einigen seiner Aktionäre über die Unternehmensstrategie zu ignorieren. "Ein beständiger Mangel an Vertrauen seitens eines wesentlichen Teils der Aktionäre ist für Akzo Nobel und alle seine Anteilseigner schädlich", so das Gericht.

Elliott kann gegen die Entscheidung vor dem Obersten Gerichtshof der Niederlande in Berufung gehen. Eine Sprecherin des Investors sagte, Elliott sei "überrascht und enttäuscht" von dem Urteil. "Elliott prüft die Auswirkungen dieser Entscheidung für die Aktionärsrechte in den Niederlanden und für seine nächsten Schritte in Bezug auf Akzo Nobel", fügte sie hinzu.

Akzo Nobel zeigte sich über das Urteil sehr erfreut