300 Millionen Preisnachlaß: Der französische Industriekonzern Alstom will den Verkaufspreis des

300 Millionen Preisnachlaß: Der französische Industriekonzern Alstom will den Verkaufspreis des Großteils seiner Energiesparte an General Electric senken. - Bild: Alstom

300 Millionen Preisnachlaß: Der französische Industriekonzern Alstom will den Verkaufspreis des Großteils seiner Energiesparte an General Electric senken.

Damit will Alstom die Zugeständnisse finanziell unterstützen, die der US-Mischkonzern den europäischen Kartellhütern im Gegenzug für die Zustimmung zu dem Milliardendeal vorgeschlagen hat.

Der Alstom-Board habe einstimmig dafür votiert, einen “finanziellen Beitrag” zu dem Maßnahmenpaket zu leisten. Der Verkaufspreis von ursprünglich 12,35 Milliarden Euro solle um 300 Millionen Euro reduziert werden, teilte die Alstom SA mit. GE bestätigte die Anpassung des Kaufpreises. Diese greife aber nur, falls die Kommission den Vorschlägen des Konzerns zustimme.

Was genau GE der Europäischen Kommission in welchem Umfang vorgeschlagen hat, wurde nicht bekannt. Die Reduzierung des Kaufpreises spiegelt aber den Wert einer Maßnahme, die GE Brüssel unterbreitet hat, um den Deal in trockene Tücher zu bringen. Die EU-Kommission teste derzeit die Auswirkungen der Vorschläge auf Versorger in Europa, sagte eine mit der Sache vertraute Person.

“Finanzieller Beitrag” zum Maßnahmenpaket

Der US-Konzern hatte die Liste mit Vorschlägen Mitte Juli bei der EU-Kommission eingereicht, um deren Bedenken gegen den Deal zu zerstreuen. Brüssel fürchtet, dass die Transaktion unter anderem zu einem Preisanstieg und zu einem Innovationsrückgang in der Branche führen könnte, vor allem auf dem europäischen Markt für Hochleistungsgasturbinen. Die Frist für die Entscheidung der EU läuft bis zum 11. September.

Alstom und GE arbeiten daran, die Wettbewerbshüter zu überzeugen, seit der Deal im vergangenen Jahr verkündet wurde. GE hat allerdings wiederholt betont, den Zukauf nicht um jeden Preis durchsetzen zu wollen. Alle Beteiligten würden den Genehmigungsprozess weiter vorantreiben, mit dem Ziel, die Transaktion so bald wie möglich in den kommenden Monaten abzuschließen, teilte Alstom weiter mit.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke