Zur AMB 2018 in Stuttgart werden vom 18. bis 22. September rund 90.000 internationale Fachbesucher und 1.500 Aussteller erwartet

Zur AMB 2018 in Stuttgart werden vom 18. bis 22. September rund 90.000 internationale Fachbesucher und 1.500 Aussteller erwartet. - Bild: AMB

„Unternehmen werden durch die veränderte Situation auf dem Arbeitsmarkt vor die Herausforderung gestellt, aktiver auf Bewerber zuzugehen“, fasst Kathrin Haimer, Personalverantwortliche bei Haimer, einem Systemlieferanten rund um Zerspanungsprozesse, die Situation zusammen. So pflegt das Unternehmen aus Igenhausen zwei Schulpartnerschaften und organisiert zweimal im Jahr „Berufsfindungstage“. Diese regionalen Job-Messen richten sich gezielt an Schüler und Schülerinnen. 

„Um für Technik und unsere Industrie zu begeistern, stellen wir außerdem Mittel für Schulprojekte zur Verfügung und berichten regelmäßig über die Chancen und das Entwicklungspotenzial, das eine duale Berufsausbildung in einem innovativen Unternehmen mit sich bringt“, berichtet Haimer weiter. Haimer nutzt für die Nachwuchsförderung auch die AMB als Plattform. Die eigenen Auszubildenden besuchen gemeinsam die AMB, um „die Bindung zum Unternehmen und zur Branche zu stärken.“ Es gilt, ein Technik-Quiz zu lösen, indem sie sich auf der Messe informieren.

Die Schweiz hat ähnliche Probleme wie Deutschland. In Bellach sitzt der Hersteller für Präzisionswerkzeuge Fraisa. Er fährt mehrgleisig, um auf attraktive Ausbildungs- und Arbeitsplätze aufmerksam zu machen. Über 1.200 Lernende nehmen jährlich am landesweiten Wettbewerb „Fraisa ToolChampions“ teil. Und das lohnt sich: Neben Ruhm und Ehre gibt es Preisgelder in Höhe von insgesamt 60.000 Franken zu gewinnen. 

Im Großraum Solothurn wirbt das Unternehmen außerdem mit einer lokalen Berufsmesse, an der sich eine Reihe weiterer lokaler Unternehmen beteiligen. Das Besondere: Die Veranstaltung findet nicht in einer Messehalle statt, sondern in den Fertigungshallen. Etwa 2.500 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 10 erhalten hier von den Auszubildenden des Unternehmens aus erster Hand Einblicke in die angebotenen Berufe. 

Berufsbegleitendes Studium steigert Attraktivität 

Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) meldeten kürzlich „Ingenieurberufe: Engpässe werden zum Wachstums- und Innovationshemmnis“. Im letzten Quartal des vergangenen Jahres standen über 80.000 offenen Stellen gerade einmal 24.000 Arbeitsuchende gegenüber. Dem mochte Präzisionswerkzeuge-Hersteller Walter nicht länger tatenlos zusehen, schon gar nicht im Hinblick auf neue Herausforderungen durch Industrie 4.0. Für das Tübinger Unternehmen ist die digitale Transformation derzeit eines der wichtigsten Unternehmensziele.

  • Das Unternehmen Bimatec Soraluce aus Limburg an der Lahn fertigt das ‚Soraluce Fahrständer Fräs-, Dreh- und Bohrcenter FR‘. Es bietet in der Version FR-8000 einen maximalen Verfahrweg von 8.000 mm in der X-Achse, 4.500 mm in der Y-Achse und 1.900 mm in der Z-Achse. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 68,4 Kubikmetern.

    Platz 15: Das Unternehmen Bimatec Soraluce aus Limburg an der Lahn fertigt das ‚Soraluce Fahrständer Fräs-, Dreh- und Bohrcenter FR‘. Es bietet in der Version FR-8000 einen maximalen Verfahrweg von 8.000 mm in der X-Achse, 4.500 mm in der Y-Achse und 1.900 mm in der Z-Achse. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 68,4 Kubikmetern. – Bild: Bimatec Soraluce

  • DMG Mori baut in Pfronten seine XXL-Maschinen. Dort entsteht auch das 5-Achs-Fräszentrum ‚DMU 600 Gantry linear‘. Die X-Achse dieser Hochgantry-Maschine lässt sich maximal 18.000 mm verfahren, die Y-Achse 4.500 mm und die Z-Achse 2.000 mm. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 162 Kubikmetern.

    Platz 14: DMG Mori baut in Pfronten seine XXL-Maschinen. Dort entsteht auch das 5-Achs-Fräszentrum ‚DMU 600 Gantry linear‘. Die X-Achse dieser Hochgantry-Maschine lässt sich maximal 18.000 mm verfahren, die Y-Achse 4.500 mm und die Z-Achse 2.000 mm. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 162 Kubikmetern. – Bild: DMG Mori

  • Das ‚Soraluce Fahrständer Fräs- und Bohrcenter FXR‘ eignet sich zum Beispiel für den Bau von Komponenten zur Energiegewinnung, den Schiffsbau, die Eisenbahn und die Herstellung von Investitionsgütern. Es bietet in der Version FXR 12000 einen maximalen Verfahrweg von 12.000 mm in der X-Achse, 8.000 mm in der Y-Achse und 1.900 mm in der Z-Achse. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 182,4 Kubikmetern.

    Platz 13: Das ‚Soraluce Fahrständer Fräs- und Bohrcenter FXR‘ eignet sich zum Beispiel für den Bau von Komponenten zur Energiegewinnung, den Schiffsbau, die Eisenbahn und die Herstellung von Investitionsgütern. Es bietet in der Version FXR 12000 einen maximalen Verfahrweg von 12.000 mm in der X-Achse, 8.000 mm in der Y-Achse und 1.900 mm in der Z-Achse. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 182,4 Kubikmetern. – Bild: Soraluce

  •  Das ‚Soraluce Portal Fräs- und Drehcenter PXG-W‘ wird in Spanien im Werk in Bergara produziert. Die Maschine gewährt auch beim Bearbeiten großer Bauteile eine sehr hohe Präzision. Die X-Achse dieser Gantry-Maschine lässt sich maximal 19.000 mm verfahren, die Y-Achse 9.200 mm und die Z-Achse 2.500 mm. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 437 Kubikmetern

    Platz 12: Das ‚Soraluce Portal Fräs- und Drehcenter PXG-W‘ wird in Spanien im Werk in Bergara produziert. Die Maschine gewährt auch beim Bearbeiten großer Bauteile eine sehr hohe Präzision. Die X-Achse dieser Gantry-Maschine lässt sich maximal 19.000 mm verfahren, die Y-Achse 9.200 mm und die Z-Achse 2.500 mm. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 437 Kubikmetern. – Bild: Soraluce

  • Die Starrag Group mit Sitz in Rorschacherberg in der Schweiz ist auf Präzisions-Werkzeugmaschinen spezialisiert. Das Unternehmen fertigt zum Beispiel das Hochgeschwindigkeits-Bearbeitungszentrum ‚Droop+Rein FOGS NEO‘. Die Maschine lässt sich in X-Achse bis zu 31.000 mm, in Y-Achse bis zu 7.000  mm und in Z-Achse bis zu 2.500 mm verfahren. Das ergibt einen maximalen Bearbeitungsraum von 542 Kubikmetern.

    Platz 11: Die Starrag Group mit Sitz in Rorschacherberg in der Schweiz ist auf Präzisions-Werkzeugmaschinen spezialisiert. Das Unternehmen fertigt zum Beispiel das Hochgeschwindigkeits-Bearbeitungszentrum ‚Droop+Rein FOGS NEO‘. Die Maschine lässt sich in X-Achse bis zu 31.000 mm, in Y-Achse bis zu 7.000 mm und in Z-Achse bis zu 2.500 mm verfahren. Das ergibt einen maximalen Bearbeitungsraum von 542 Kubikmetern. – Bild: Starrag

  • Die deutsche Firma Waldrich Coburg gehört seit 2005 der chinesischen ‚Jingcheng Holding‘ und ist auf XXL-Maschinen spezialisiert. Der sogenannte Powertec-Tisch bietet eine Aufspannlänge von 30.000 mm, eine Fräsbreite von 4.500 mm und eine Durchgangshöhe von 4.750 mm. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 641,25 Kubikmetern.

    Platz 10: Die deutsche Firma Waldrich Coburg gehört seit 2005 zur chinesischen ‚Beijing No.1 Machine Tool Group‘ und ist auf XXL-Maschinen spezialisiert. Der sogenannte Powertec-Tisch bietet eine Aufspannlänge von 30.000 mm, eine Fräsbreite von 4.500 mm und eine Durchgangshöhe von 4.750 mm. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 641,25 Kubikmetern. – Bild: Waldrich Coburg

  • Auch der deutsche Werkzeugmaschinenbauer Schiess wurde bereits vor Jahren von der chinesischen Shenyang Maschine Tool Group (SYMG) übernommen. Schiess hat beispielsweise die Zweiständer Dreh-und Fräsmaschine Vertimaster VM 10 im Portfolio. Sie bietet einen maximalen Verfahrweg von 12.500 mm in X- und Y-Achse und 5.000 mm in Z-Achse. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 781,25 Kubikmetern.

    Platz 9: Auch der deutsche Werkzeugmaschinenbauer Schiess wurde bereits vor Jahren von der chinesischen Shenyang Maschine Tool Group (SYMG) übernommen. Schiess hat beispielsweise die Zweiständer Dreh-und Fräsmaschine Vertimaster VM 10 im Portfolio. Sie bietet einen maximalen Verfahrweg von 12.500 mm in X- und Y-Achse und 5.000 mm in Z-Achse. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 781,25 Kubikmetern. – Bild: Schiess

  • Das Horizontalbohrwerk ‚PR III 260‘ wird von UnionChemnitz - einem eigenständigen, mittelständischen Unternehmen innerhalb der familiengeführten, international tätigen HerkulesGroup - gefertigt. Die Maschine kann in X-Richtung maximal 40.000 mm, in Y-Richtung maximal 10.000 mm und in W+Z-Richtung maximal 3.000 mm verfahren werden. Das ergibt  insgesamt 1.200 Kubikmeter Bearbeitungsraum. Bild: UnionChemnitz

    Platz 8: Das Horizontalbohrwerk ‚PR III 260‘ wird von UnionChemnitz - einem eigenständigen, mittelständischen Unternehmen innerhalb der familiengeführten, international tätigen HerkulesGroup - gefertigt. Die Maschine kann in X-Richtung maximal 40.000 mm, in Y-Richtung maximal 10.000 mm und in W+Z-Richtung maximal 3.000 mm verfahren werden. Das ergibt insgesamt 1.200 Kubikmeter Bearbeitungsraum. - Bild: UnionChemnitz

  • Von Waldrich Coburg wird auch das Vertikaldreh-Bearbeitungszentrum Powerturn produziert. Es bietet einen Umlaufdurchmesser von 14.000 mm, eine Drehhöhe von 6.450 mm und einen Drehtischdurchmesser von 8.000 mm. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 1264,2 Kubikmetern.

    Platz 7: Von Waldrich Coburg wird auch das Vertikaldreh-Bearbeitungszentrum Powerturn produziert. Es bietet einen Umlaufdurchmesser von 14.000 mm, eine Drehhöhe von 6.450 mm und einen Drehtischdurchmesser von 8.000 mm. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 1264,2 Kubikmetern. – Bild: Waldrich Coburg

  • Die Vertikaldrehmaschine ‚Dörries VC / VC-V‘ wird von der Starrag Group produziert. Sie bietet einen Bearbeitungsdurchmesser von 12.000 mm, einen Planscheibendurchmesser von maximal 10.000 mm und eine maximale Drehhöhe von 10.000 mm. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 1440 Kubikmetern.

    Platz 6: Die Vertikaldrehmaschine ‚Dörries VC / VC-V‘ wird von der Starrag Group produziert. Sie bietet einen Bearbeitungsdurchmesser von 12.000 mm, einen Planscheibendurchmesser von maximal 10.000 mm und eine maximale Drehhöhe von 10.000 mm. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 1440 Kubikmetern. – Bild: Starrag

  • Das Einständer Dreh-und Fräsmaschine Vertimaster VME 10 wird von Schiess gefertigt. Es bietet einen maximalen Verfahrweg von 16.000 mm in X- und Y-Achse und 6.000 mm in Z-Achse. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 1536 Kubikmetern.

    Platz 5: Das Einständer Dreh-und Fräsmaschine Vertimaster VME 10 wird von Schiess gefertigt. Es bietet einen maximalen Verfahrweg von 16.000 mm in X- und Y-Achse und 6.000 mm in Z-Achse. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 1536 Kubikmetern. – Bild: Schiess

  • Von der Starrag Group wird außerdem das Portal-Bearbeitungszentrum in Gantry Bauweise ‚Droop+Rein G/GF‘ produziert. Die Maschine bietet einen maximalen Verfahrweg von 30.000 mm auf der X-Achse, 13.000 mm auf der Y-Achse und 4.000 mm auf der Z-Achse. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 1560 Kubikmetern im Standardmaß. Die X-Achse der Maschine kann jedoch auf Kundenwunsch auch länger gebaut werden.

    Platz 4: Von der Starrag Group wird außerdem das Portal-Bearbeitungszentrum in Gantry Bauweise ‚Droop+Rein G/GF‘ produziert. Die Maschine bietet einen maximalen Verfahrweg von 30.000 mm auf der X-Achse, 13.000 mm auf der Y-Achse und 4.000 mm auf der Z-Achse. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 1560 Kubikmetern im Standardmaß. Die X-Achse der Maschine kann jedoch auf Kundenwunsch auch länger gebaut werden. – Bild: Starrag

  • Auch die Doppel-Gantry-Portaldreh-und Fräsmaschine Vertimaster 2VMG 6-PS kommt aus dem Hause Schiess. Die Maschine lässt sich in X-Richtung 50.000 mm, in Y-Richtung 8.000 mm und in Z-Richtung 7.000 mm verfahren. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 2800 Kubikmetern.

    Platz 3: Auch die Doppel-Gantry-Portaldreh-und Fräsmaschine Vertimaster 2VMG 6-PS kommt aus dem Hause Schiess. Die Maschine lässt sich in X-Richtung 50.000 mm, in Y-Richtung 8.000 mm und in Z-Richtung 7.000 mm verfahren. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 2800 Kubikmetern. – Bild: Schiess

  • Eine sehr große Werkzeugmaschine ist auch die sogenannte Powertec-Gantry von Waldrich Coburg. Das Portalbearbeitungszentrum ermöglicht eine Aufspannlänge von 36.000 mm, eine Fräsbreite von 10.000 mm und eine Durchgangshöhe von 10.000 mm. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 3600 Kubikmetern.

    Platz 2: Eine sehr große Werkzeugmaschine ist auch die sogenannte Powertec-Gantry von Waldrich Coburg. Das Portalbearbeitungszentrum ermöglicht eine Aufspannlänge von 36.000 mm, eine Fräsbreite von 10.000 mm und eine Durchgangshöhe von 10.000 mm. Das ergibt einen Bearbeitungsraum von 3600 Kubikmetern. – Bild: Waldrich Coburg

  • Die größte Werkzeugmaschine der Welt ist die Portalfräsmaschine Profimill 3 in Gantry-Ausführung von WaldrichSiegen. Die Firma ist ein eigenständiges, mittelständisches Unternehmen innerhalb der international tätigen Herkules Group. Die Werkzeugmaschine bietet eine maximale Durchgangsbreite von 12.000 mm, eine Durchgangshöhe von 12.000 mm und 54.000 mm Verfahrweglänge in X-Richtung. Das ergibt 7.776 Kubikmeter realen Bearbeitungsraum. – Bild: Union Chemnitz

    Platz 1: Die größte Werkzeugmaschine der Welt ist die Portalfräsmaschine Profimill 3 in Gantry-Ausführung von WaldrichSiegen. Die Firma ist ein eigenständiges, mittelständisches Unternehmen innerhalb der international tätigen Herkules Group. Die Werkzeugmaschine bietet eine maximale Durchgangsbreite von 12.000 mm, eine Durchgangshöhe von 12.000 mm und 54.000 mm Verfahrweglänge in X-Richtung. Das ergibt 7.776 Kubikmeter realen Bearbeitungsraum. – Bild: Waldrich Siegen

Gemeinsam mit der dualen Hochschule Baden-Württemberg in Villingen-Schwenningen bietet man ab Herbst 2018 ein dreijähriges duales Wirtschaftsinformatikstudium zum Bachelor of Science an. Es verbindet ein wissenschaftliches Studium mit den praktischen Erfahrungen in einem Unternehmen der Werkzeugindustrie: Im Dreimonatsrhythmus wechseln die Studentinnen und Studenten zwischen Hochschule und Praxis.

Sie erwerben dadurch gleichermaßen Wissen, Berufserfahrung und sogenannte „Soft Skills“. Die Studierenden beziehen über die komplette Studienzeit ein festes Gehalt. Sie genießen darüber hinaus die Privilegien aller Mitarbeiter. Die Praxiseinsätze sind inhaltlich so abwechslungsreich, wie es der Beruf später einmal sein wird. Auch ein mehrwöchiges Auslandspraktikum in einer der Walter Tochtergesellschaften steht auf dem Plan und steigert die Attraktivität des Arbeitgebers.

Gestandene Praktiker als Digitalisierungsexperten sucht auch Jürgen Widmannn, Geschäftsführer EVO Informationssysteme in Durlangen, einem Software- und Beratungshaus. Noch immer sei der beste Weg die Weiterempfehlung. Aber auch der Nachwuchs müsse früh gewonnen werden. Weshalb Widmann aktiv die Nachwuchsstiftung Maschinenbau des VDW unterstützt. EVO stellt Digitalisierungslösungen für papierlose Fertigung zur Verfügung, „um die Attraktivität der Berufsausbildung, beispielsweise als Zerspanungsmechaniker, aufzuzeigen“.

Konkret werden in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg Berufsschulen und Hochschulen mit EVO-Software ausgestattet, die anderen Bundesländer sollen folgen. Widmann: „So kann bereits während der Ausbildung die Anwendung modernster Lösungen zur Umsetzung digitaler Fertigungsprozesse und Industrie 4.0 vermittelt werden.“ 

Azubis werben an Messeständen für ihren Beruf 

Jugendliche lassen sich am ehesten von anderen Jugendlichen überzeugen. „Die Attraktivität unserer Ausbildungsberufe muss gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und dem Trend zur Akademisierung deutlich hervorgehoben und somit für Schüler und Schülerinnen besser sichtbar gemacht werden“, ist Jan Scharffenberg, Manager Konzernausbildung bei DMG Mori, überzeugt.

Der Werkzeugmaschinenhersteller bindet daher einen Großteil der Auszubildenden als Standpersonal für die „Sonderschau Jugend“ der Nachwuchsstiftung Maschinenbau ein, die im Atrium (Eingang Ost) stattfindet. Scharffenberg: „Interessierte Jugendliche erleben nicht nur Technik live und hautnah, sondern können sich im direkten Kontakt mit unseren Auszubildenden über die Vielfältigkeit unserer Ausbildungsberufe informieren.“

Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen schon seit zehn Jahren die WorldSkills auf internationaler Ebene und bei den Deutschen CNC-Meisterschaften auf der AMB. Dort stellt man vier Hightech-CNC-Drehmaschinen sowie Jury-Experten und koordiniert den gesamten Wettbewerbsablauf inklusive Vorentscheiden, Schulungen und kostenfreier Software für die teilnehmenden Auszubildenden.

Jörg Harings, Head of Training der DMG Mori Academy: „Berufliche Wettbewerbe mit jungen Menschen vermitteln zusätzliche fachliche Inhalte, animieren zu Höchstleistungen und regen in den Ausbildungsbetrieben das kontinuierliche Überdenken bestehender Ausbildungsinhalte mit an.“ 

Harings macht auf eine weitere Herausforderung in der Berufsausbildung aufmerksam: die Digitalisierung. „Wir haben zur AMB viele technische Bildungsinstitute eingeladen, um über das Thema zu informieren und über Lösungsansätze zu diskutieren.“ Für ihn bietet die AMB eine perfekte Plattform für Informationen zum digitalen Wandel auch in der Berufsausbildung. Er ist sich sicher: „In den nächsten Jahren wird sich die Attraktivität der klassischen Metallberufe durch eine Vielzahl von neuen zusätzlichen digitalen Themen enorm erhöhen.“

Rahmenprogramm für die Jugend

Die Nachwuchsstiftung Maschinenbau des VDW hat seit März in Tübingen eine zweite Heimat im Süden Deutschlands gefunden. Auf 250 Quadratmetern werden Maschinenbauunternehmen in Süddeutschland in Sachen Ausbildung kompetent beraten. Standortleiter ist Michael Mühlegg: „Außerdem sind unsere Berater in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz in den Unternehmen unterwegs und geben Hilfestellung rund um das Thema Duale Ausbildung.“ Einen Schwerpunkt bildet dabei eine mobile, digitale Lernplattform, die von der Nachwuchsstiftung entwickelt wurde und die Betriebe unterstützt, eine Industrie-4.0-gerechte Ausbildung zu realisieren. Damit will man auch das Image der Ausbildung verbessern, um den dringend benötigten Nachwuchs an Fachkräften zu gewinnen. 

Genau in diese Richtung geht auch die Sonderschau Jugend auf der AMB. „Auf etwa 600 Quadratmetern empfangen wir täglich um die 750 Schüler der Klassen 7 bis 10 und begeistern sie zusammen mit unseren Partnerunternehmen für Technik und Ausbildungsberufe im Bereich Metall und Elektro“, so Mühlegg. Gleichzeitig können sich Ausbilder und Lehrer aus der Region und darüber hinaus über das Angebot der Stiftung und zu aktuelle Themen informieren. „Die AMB bietet durch die zentrale Lage natürlich die beste Voraussetzung, um möglichst direkt unsere Zielgruppe zu erreichen und die Nachwuchsstiftung zu präsentieren. Dabei können wir auch optimal unseren neuen Standort vorstellen.“

Video: Hallenaufteilung AMB 2018

In direkter Nachbarschaft finden die „WorldSkills Germany“ in den Zerspanungsberufen Drehen und Fräsen für junge Fachkräfte bis 22 Jahren statt. Und das bereits zum zehnten Mal auf der AMB! Gegründet wurde der Verein WorldSkills Germany 2006. Mit der Ausrichtung nationaler und internationaler Berufswettbewerbe schafft er Plattformen für den beruflichen Erfolg junger Menschen. Die Sieger aus den während der AMB ausgetragenen beiden Disziplinen werden an der Berufsweltmeisterschaft 2019 in Kazan teilnehmen. 

Drei weitere Sonderveranstaltungen wenden sich zwar nicht explizit an Nachwuchskräfte, sind aber auch für junge Menschen interessant: Beim Wettbewerb „DreherIn des Jahres“ der Fachzeitschrift Fertigung am Donnerstag, 20. September, lässt sich gut beobachten, wie die „alten Hasen“ vorgehen.

Einen hervorragenden Überblick über die Entwicklungen im Bereich Zerspanung und Fertigung liefert die PTW-Innovationstour in der neuen Paul-Horn-Halle (Halle 10). „Bei den Trends von morgen dabei sein“ lautet das Motto der Sonderschau des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der TU Darmstadt. Innovationsführer zeigen dort ihre Neuentwicklungen. Weitere Themen sind die Kombination aus additiver Fertigung und spanender Nachbearbeitung oder die Steigerung der Energieeffizienz auf Grundlage umfangreicher Energiedaten im Kontext von Industrie 4.0. 

Sonderschau "Digital Way"

Stichwort Industrie 4.0: Diesem brandaktuellen Thema widmet sich die neue zweitägige Sonderschau „Digital Way“ am 18. und 19. September. Das Konzept besteht zum einen aus einem exklusiven Fachkongress, der in Zusammenarbeit mit dem Fachverband Software und Digitalisierung des VDMA organisiert wird. Zum anderen präsentieren sich in einer Begleitausstellung Hersteller von Softwarelösungen im Bereich digitale Geschäftsmodelle, digitale Produktion, digitale Produktentwicklung, digitaler Service und Kundendienst, Softwareentwicklung sowie Dienstleister und Hersteller von Hardware. Showcases geben außerdem einen Überblick über das Zusammenspiel vernetzter Abläufe in Unternehmen.

Messe Stuttgart