Beim Absatz von Prozessoren in diesem Jahr rudert AMD nun auch zurück. (Bild: OBR).

Beim Absatz von Prozessoren in diesem Jahr rudert AMD nun auch zurück. (Bild: OBR).

NEW YORK (Dow Jones)–Vor allem Schwierigkeiten im Werk in Dresden führte der Intel-Wettbewerber am Mittwoch nach US-Börsenschluss zur Begründung an. Die AMD-Aktie gab im nachbörslichen Handel um knapp 9% auf 5,61 Dollar nach.

AMD rechnet für das laufende Quartal nun nur noch mit einem Umsatzplus von 4% bis 6% gegenüber den drei Vormonaten. Bisher lag die Schätzung bei 8% bis 12%. Die Bruttomarge sieht der Konzern aus dem kalifornischen Sunnyvale bei 44% bis 45% nach bisher 47%. Eine schwächere Nachfrage sei nicht der Grund für die Prognosekürzung, betonte AMD-Sprecher Drew Prairie.

In Dresden fertigt Globalfoundries den viel gepriesenen Prozessor Llano, mit dem AMD seinem Erzrivalen Intel Marktanteile streitig machen will. Als Grund für die Schwierigkeiten führte der US-Konzern unter anderem eine geringe Ausbeute (Yields) bei der Produktion an. Das bedeutet, dass der Anteil fehlerfrei funktionierender Chips an der gesamten Fertigung niedriger ausfällt als geplant.

Die Produktionsprobleme des Llano, der Prozessor und Grafikeinheit vereinigt, trüben allerdings nicht das erste Mal die Hoffnungen der Amerikaner. Bereits im April musste die Advanced Micro Devices Inc (AMD) Verzögerungen bei der Belieferung von Globalfoundries einräumen.