AMD

Der Chiphersteller Advanced Micro Devices hatte schon im zweiten Quartal seinen Verlust deutlich ausgeweitet. Der Konzern hat mit einem schrumpfenden Markt für Personal Computer zu kämpfen. - Bild: AMD

Es ist das zweite Quartal in Folge mit steigenden Umsätzen, dennoch sind die Anleger nicht zufrieden: Die Aktie fällt nachbörslich um 6,5 Prozent. Allerdings hat sich der Kurs in den vergangenen zwölf Monaten bereits verdreifacht.

Der Verlust betrug im dritten Quartal 406 Millionen US-Dollar nach einem Gewinn von 69 Millionen Dollar im Vorquartal und einem Fehlbetrag von knapp 200 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Ein Großteil des Verlusts entfällt mit 340 Millionen Dollar auf Änderungen eines Vertrags mit dem Zulieferer Globalfoundries, der den Großteil der Chips für AMD produziert. Bereinigt um Sonderposten betrug das Minus je Aktie 3 Cent. Allerdings hatten Analysten AMD ein ausgeglichenes Ergebnis zugetraut.

Der Umsatz stieg auf der anderen Seite im Jahresvergleich auf 1,3 von 1,06 Milliarden Dollar. Dabei war das Geschäft mit PC-Halbleitern rückläufig.

Neue Strategie zahlt sich aus

AMD ist zwar nach Intel der zweitgrößte Hersteller von Prozessoren für Personal Computer. Das Unternehmen schreibt aber seit vier Jahren Verluste. Zum einen gelingt es nicht, dem Marktführer Intel Marktanteile abzunehmen, zum anderen schwächelt seit dem Siegeszug der mobilen Geräte der gesamte PC-Markt. Aus diesem Grund produziert AMD jetzt auch Chips für Spielekonsolen. Das zahlte sich aus. Im vergangenen Quartal legten die Einnahmen mit diesen Produkten um 31 Prozent zu.

Für das laufende Quartal erwartet das Unternehmen im Vergleich zur abgelaufenen Berichtsperiode einen Umsatzrückgang um 18 Prozent, plus oder minus 3 Prozentpunkte.

AMD ist zuletzt deutlich hinter den Rivalen zurückgefallen. Marktführer Intel hatte seinen Gewinn im dritten Quartal um 9 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar gesteigert, wie am Dienstag mitgeteilt worden war. Der Umsatz kletterte um 9 Prozent auf 15,8 Milliarden Dollar.