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AMS, hier der Hauptsitz in der Steiermark, will Heptagon übernhemen. - Bild: Austriamicrosystems

Den Aktionären gefallen die Nachrichten überhaupt nicht: Die in der Schweiz börsennotierte AMS-Aktie rutscht um 17,4 Prozent ab.

Der Umsatz im dritten Quartal lag bei 146,7 Millionen Euro, das war zwar ein Anstieg um 11 Prozent gegenüber dem Vorquartal aber ein Rückgang um 4 Prozent zum Vorjahresquartal. Das bereinigte EBIT (vor zukaufsbedingtem Aufwand) erreichte im dritten Quartal 28 Millionen Euro oder 19 Prozent des Umsatzes, das war ein Rückgang gegenüber den erreichten 38,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dank eines Veräußerungsgewinns wies AMS unter dem Strich einen Reingewinn von 55,9 Millionen Euro aus nach 34 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Für das vierte Quartal 2016 erwartet AMS lediglich einen Umsatz von 127 bis 134 Millionen Euro "bei sequenziell niedrigerer operativer Marge", teilte der Konzern weiter mit und verwies unter anderem auf eine negative Entwicklung bei einem Kunden im Consumer-Markt und einer schwachen Produktionsausbeute einer Produktlinie im Industriebereich.

Übernahme von Heptagon

AMS kündigte an, die Optik-Sensorfirma Heptagon zu kaufen. Mit der Übernahme will AMS nach eigenen Angaben zum führenden globalen Anbieter von optischen Sensortechnologien werden. Heptagon, Zulieferer für Anwendungen in Mobilgeräten, kostet die Österreicher aber richtig Geld. Der Kauf kostet mindestens 570 Millionen US-Dollar an Vorabzahlung plus 285 Millionen Dollar, sollten bestimmte Ziele erreicht werden. Die Vorabzahlung will AMS aus bestehenden Finanzmitteln bestreiten. Zudem plant das Unternehmen eine Kapitalerhöhung im Umfang von 15 Prozent der ausstehenden Aktien aus bestehendem genehmigten Kapital und Aktien aus derzeit gehaltenem Eigenbestand.