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Pfeiffer Vacuum hat ein Übernahmeangebot von der Busch-Gruppe erhalten. - Bild: Pfeiffer Vacuum

Busch ist selbst ein Hersteller von Vakuumpumpen, Gebläsen und Verdichtern und setzt auf das weitere Wachstumspotenzial der Branche. Der Bieter will zwar weitere Aktien seines Wettbewerbers erwerben, strebt aber keine Fusion an. Busch betonte, beide Unternehmen sollten weiterhin separat geführt werden und Pfeiffer auch an der Frankfurter Börse notiert bleiben.

Die Busch-Gruppe möchte mit der Transaktion ihr Engagement bei Pfeiffer langfristig ausbauen und hat sich bereits 29,98 Prozent der Aktien gesichert. Eine Mindestannahmeschwelle für das Gebot ist nicht vorgesehen. Für die Finanzierung hat die Busch-Gruppe bereits eine feste Finanzierungszusage von der Landesbank Baden-Württemberg erhalten.

Nach Abschluss des Angebots strebt die Busch-Gruppe entsprechend der Beteiligungshöhe eine angemessene Vertretung im Aufsichtsrat von Pfeiffer Vacuum an. "Als einer der führenden Hersteller kennen wir die Vakuumindustrie seit Jahrzehnten und sind von den weiteren Wachstumspotenzialen der Branche überzeugt. Mit dem Ausbau unserer Beteiligung wollen wir noch besser von diesen Chancen profitieren", sagte Sami Busch, einer der geschäftsführenden Gesellschafter der Busch-Gruppe. "Als Familienunternehmen denken wir dabei in Generationen. Wir haben bei Pfeiffer Vacuum bereits ein substanzielles Investment getätigt, das wir nun mit dem Überschreiten der Kontrollgrenze von 30 Prozent langfristig absichern wollen."

Die Busch-Gruppe bietet eine breite Produktpalette in der Vakuumindustrie an. Dabei fokussiert sich das Unternehmen auf den Bereich des Industrievakuums, auch Grobvakuum genannt. In diesem Bereich finden sich vor allem Anwendungen in der Verpackungsindustrie, in der Kunststoffverarbeitung und bei weiteren Prozessen in der chemischen Industrie. Der Schwerpunkt von Pfeiffer Vacuum liegt im Bereich des Hochvakuums, das beispielsweise für Prozesse in der Analytik, Forschung und Entwicklung oder Beschichtung benötigt wird.

Busch beschäftigt weltweit 3.000 Mitarbeiter, Wettbewerber Pfeiffer ist mit circa 2.350 Mitarbeitern etwas kleiner.