Japan Display

Fabrik in Ishikawa: Hier stellt Japan Display unter anderem das Glas für seine LCD-Displays her. - Bild: Japan Display

Diese Aussage ist eine deutliche Abkehr vom ursprünglichen Ziel des Apple-Zulieferers, Japans nationaler Champion im Display-Geschäft zu werden.

Japan Display war 2012 aus dem Zusammenschluss der LCD-Sparten von Hitachi, Toshiba und Sony hervorgegangen. Das seit Jahren defizitäre Unternehmen hinkt jedoch der Konkurrenz hinterher, die bei der Herstellung von Displays frühzeitig auf die OLED-Technik mit organischen Leuchtdioden setzte anstatt wie Japan Display auf Flüssigkristallbildschirme (LCD).

In hochwertigen Smartphones kommt zunehmend diese sogenannte OLED-Technik zum Einsatz, die unter anderem für ein schärferes Bild sorgt. Japan Display macht mehr als 50 Prozent seines Umsatzes mit Apple. Analysten gehen jedoch davon aus, dass der iPhone-Hersteller für künftige Modelle auf OLED-Bildschirme umschwenken wird. Dabei würde Japan Display auf der Strecke bleiben.

Zwar will Japan Display seine Anstrengungen bei der Entwicklung von OLED-Bildschirmen verstärken, allerdings ist der technologische Vorsprung von Vorreitern wie Samsung und LG mittlerweile so groß, dass Analysten es für nahezu ausgeschlossen halten, dass Japan Display seinen Rückstand noch aufholen kann.

Japan Display steht mittlerweile so stark unter Druck, dass das Unternehmen 3.700 Stellen streichen muss. Das entspricht fast 30 Prozent der Belegschaft. Außerdem sollen Werke in Japan geschlossen werden. Im abgelaufenen Quartal häufte Japan Display einen Nettoverlust von 31,5 Milliarden Yen - umgerechnet rund 244 Millionen Euro - an.