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Innerhalb der Kooperation bringt Baidu seine Kompetenz in Künstlicher Intelligenz (KI) und beim autonomen Fahren ein und Infineon seine Expertise für die Automobilelektronik. - Bild: Fotolia / vege

Durch die Zusammenarbeit verschmelzen zwei wichtige Ökosysteme, das von Infineon im Bereich von Halbleitern für die Automobilelektronik und das von Baidu namens Apollo. Damit wollen die Partner gemeinsam den Fortschritt bei intelligenten Autos vorantreiben.

100 Entwickler im Apollo-Programm

Seit dem Start der Apollo-Plattform für autonomes Fahren im Jahr 2017 hat Baidu hierfür einen starken technologischen Rahmen und ein Ökosystem geschaffen. Dieses reicht von Cloud-Services und Open-Source-Software bis hin zu Referenzhardware und Fahrzeugplattformen. Rund 100 Entwickler aus der Branche haben sich dem Programm angeschlossen und spezifisches Wissen eingebracht.

Infineon ist eines der weltweit führenden Halbleiterunternehmen für die Automobilelektronik und verfügt hier über mehr als 40 Jahre Erfahrung und Innovation. Bezogen auf die Apollo-Hardwareplattform steuert Infineon Schlüsselprodukte und -anwendungen bei, wie Mikrocontroller sowie Radar- und Lidar-Sensorchips, Informationssicherheit und funktionale Sicherheit. Dies sind auch die zentralen Kooperationsfelder der beiden Partner.

Kooperation auf Hardwareebene

„Es freut uns sehr, dass die Apollo-Plattform attraktiv für renommierte Partner ist und kontinuierlich große Fortschritte macht“, sagte Zhenyu Li, Vice President und General Manager der Intelligent Driving Group von Baidu. „Die Zusammenarbeit mit Infineon auf Hardwareebene ist ein wichtiger Eckpfeiler für das Apollo-Programm. Wir werden auch künftig mit erstklassigen Partnern zusammenarbeiten und die zügige Weiterentwicklung der Automobilbranche rund um das autonome Fahren vorantreiben.“

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Peter Schiefer, President der Automotive Division von Infineon: "Mit fundiertem Fachwissen bei Automobilanwendungen, mit differenzierenden Produkten und Premium-Services trägt Infineon maßgeblich zum Durchbruch des autonomen Fahrens bei." - Bild: Infineon

„Schon heute ermöglicht Mikroelektronik von Infineon fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme und Elektrofahrzeuge und damit saubere, sichere und intelligente Autos“, sagte Peter Schiefer, President der Automotive Division von Infineon. „Mit fundiertem Fachwissen bei Automobilanwendungen, mit differenzierenden Produkten und Premium-Services trägt Infineon maßgeblich zum Durchbruch des autonomen Fahrens bei. Hieran werden Baidu und Infineon gemeinsam arbeiten, und darauf freuen wir uns.“

Durch die Kombination von Sicherheit und Leistung bietet Infineon die skalierbaren 32-Bit-Mikrocontroller der AURIX-Familie mit Echtzeitfunktionen für Sensoranwendungen, Domänen- und zentrale Gateway-Controller und Sensor-Fusion-Anwendungen. Darüber hinaus hat das Unternehmen eine Reihe von Sensorchips für Radar-, Lidar- und Kamerasysteme im Angebot. Mit Blick auf Aktuatoren deckt Infineon alle wichtigen Funktionsmerkmale für ADAS und autonomes Fahren ab, einschließlich Getriebe, Motor, Bremse, Fahrwerk und Lenkung.

  • Daimler, autonomes Fahren, China

    Die Mercedes-Benz S-Klasse fährt automatisiert durch Chinas Mega-City Shanghai. - Bild: Daimler

  • Daimler, autonomes Fahren, China

    Der urbane Verkehr ist eine der größten Herausforderungen auf dem Weg zum autonomen Fahren. Automatisierte Fahrfunktionen müssen hochkomplexe Verkehrssituationen meistern, die zudem weltweit sehr unterschiedlich sein können. - Bild: Daimler

  • Daimler, autonomes Fahren, China

    Der Fokus der Testfahrten in Shanghai liegt auf der Bewertung des Fahrverhaltens im extrem dichten Verkehrsfluss mit seinen unterschiedlichen Teilnehmern sowie auf infrastrukturellen Besonderheiten. - Bild: Daimler

  • Daimler, autonomes Fahren, China

    Die hohe Dichte von Autos, Zwei- und Dreirädern sowie Fußgängern und das damit einhergehende Verkehrsverhalten in chinesischen Städten stellen andere Anforderungen an automatisierte Fahrfunktionen als in Europa oder den USA. - Bild: Daimler

  • Daimler, autonomes Fahren, China

    Hinzu kommen Verkehrsschilder mit chinesischen Schriftzeichen und Spurmarkierungen, die in China eine andere oder gar mehrfache Bedeutung haben können. - Bild: Daimler

  • Daimler, autonomes Fahren, China

    So sind beispielsweise kurze weiße Linien, die weltweit als Zebrastreifen bekannt sind, auch auf Autobahnen zu finden. Dort markieren sie allerdings keinen Fußgängerübergang, sondern den Mindestabstand zwischen den Fahrzeugen. - Bild: Daimler

  • Daimler, autonomes Fahren, China

    Dies muss die Sensorik erkennen und richtig interpretieren, ebenso wie Tempolimits, die sich von Fahrspur zu Fahrspur unterscheiden können. Eine weitere Herausforderung: Parkplätze haben die unterschiedlichsten Formen und sind oft voller Hindernisse, die für Sensoren schwer zu erkennen sind. - Bild: Daimler

  • Daimler, autonomes Fahren, China

    Diese landesspezifischen Besonderheiten zeigen, wie wichtig es ist, auf dem Weg zum autonomen Fahren weltweit Erkenntnisse im realen Verkehrsgeschehen zu sammeln und automatisierte Fahrfunktionen an die jeweiligen Verkehrsgewohnheiten und -bedingungen anzupassen. - Bild: Daimler

  • Daimler, autonomes Fahren, China

    In den vergangenen sieben Jahren hat Mercedes-Benz allein zur Feldabsicherung von Fahrerassistenzsystemen mit 175 Erprobungsträgern rund 5.100 Testfahrten weltweit durchgeführt, einen großen Teil davon im Rahmen kundennaher Fahrerprobungen. - Bild: Daimler

  • Daimler, autonomes Fahren, China

    Auf rund 9,5 Millionen Kilometern in Europa, den USA, China, Australien und Südafrika wurden dabei die Leistungsfähigkeit der Fahrassistenzsysteme bewertet und für ihre kontinuierliche Weiterentwicklung insbesondere in Realverkehrs-Situationen mehr als 1,2 Millionen Messungen durchgeführt. - Bild: Daimler

  • Daimler, autonomes Fahren, China

    China ist der größte Automobilmarkt der Welt. Das Mercedes-Benz Research & Development Center in Peking ist daher seit über einem Jahrzehnt ein integraler und wesentlicher Bestandteil des globalen Forschungs- und Entwicklungs-Netzwerks der Daimler AG. - Bild: Daimler

  • Daimler, autonomes Fahren, China

    Ein wichtiger Bereich der Aktivitäten von R&D China ist die Erfassung und Verarbeitung der lokalen Verkehrsbedingungen und -gewohnheiten für die Entwicklung automatisierter Fahrfunktionen. - Bild: Daimler

  • Daimler, autonomes Fahren, China

    Dabei kooperiert Mercedes-Benz unter anderem in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der Tsinghua Universität, Chinas führender technischer Hochschule. Das Tsinghua-Daimler-Forschungszentrum arbeitet seit 2012 an zukunftsweisenden Projekten zur Entwicklung nachhaltiger, China-spezifischer Verkehrslösungen. - Bild: Daimler

  • Daimler, autonomes Fahren, China

    Dazu zählen unter anderem aktive und passive Sicherheitssysteme, Unfallforschung, integrierte Verkehrsinformationssysteme und die Erforschung von Verkehr und Verkehrsregelungen in Megastädten. - Bild: Daimler

  • Daimler, autonomes Fahren, China

    Autonomes Fahren gehört zu den vier strategischen Zukunftsfeldern, die unter dem Begriff CASE integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie der Daimler AG sind. - Bild: Daimler

Open-Source-Plattform in einem offenen Modell

„Das Apollo-Ökosystem von Baidu ist durchdacht, weitsichtig und praxisorientiert. Es umfasst sämtliche Bereiche des autonomen Fahrens, von ICs bis zu cloudbasierten Big Data“, sagte Helen Xu, Vice President von Infineon China und Leiterin der Automotive Division für Infineon China Mainland, Hong Kong und Taiwan. „Es bietet den Entwicklern eine Open-Source-Plattform in einem kooperativen und offenen Modell. Wir fühlen uns geehrt, am Apollo-Programm mitzuwirken. Gerne bringen wir unsere Expertise bei Automobilhalbleitern ein sowie die Ressourcenvorteile unseres Ökosystems. So machen wir Fahrzeuge intelligenter.“

Über Apollo

Die Apollo-Plattform für autonomes Fahren wurde 2017 von Baidu eingeführt. Sie bietet den teilnehmenden Partnern eine offene, zuverlässige und sichere Softwareplattform für die Entwicklung ihrer eigenen Systeme für autonomes Fahren. Hierfür bietet sie fahrzeuginterne und hardwarebasierte Plattformen.