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Das könnte teuer werden: Apple muss mit milliardenschweren Steuernachzahlungen rechnen. - Bild: Apple

Das berichtet die Nachrichtenagentur "Reuters" und beruft sich dabei auf Insiderquellen innerhalb der EU-Kommission. Demnach will die Kommission die umstrittenen Steuerabkommen zwischen EU-Mitglied Irland und dem iPhone-Konzern für unzulässig erklären. Weiter heißt es, dass eine finale Entscheidung noch heute (30.8.) fallen soll.

Irland soll dann angewiesen werden, mehr als eine Milliarde Euro an nicht eingezahlten Steuern von Apple einzutreiben. Allerdings soll der Inselstaat die genaue Summe selbst bestimmen dürfen.

Apple als auch Irland haben die Vorwürfe zurückgewiesen. Der iPhone-Hersteller hat beteuert, die vorgeschriebenen irischen Steuern von 12,5 Prozent zu zahlen. Irlands vergleichsweise niedrigen Unternehmenssteuern sind seit 20 Jahre ein zentraler Aspekt der Wirtschaftspolitik des Inselstaates.Ohnehin ist das Land für den Technologie-Konzern ein extrem wichtiger Standort. 5.500 Mitarbeiter beschäftigt Apple in Cork. Damit ist das Unternehmen dort der wichtigste private Arbeitgeber.

Die Forderungen der EU könnten zu politischen Verwerfungen führen. Schließlich hatte das US-Finanzministerium das Vorgehen der Kommission in diesem sowie in ähnlich gelagerten Fällen erst vergangene kritisiert. Der Vorwurf: Es sei uneinheitlich und entspreche nicht der gängigen Rechtspraxis, hieß es in einer Analyse. Darüber hinaus seien US-Konzerne übermäßig hart betroffen. Die EU-Kommission wehrte sich und erklärte, dass sie bei allen Unternehmen die selben Maßstäbe anlege.