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Angesichts der Entscheidung habe LG Display aus Südkorea bereits mit der Planung von Kapazitätsausweitungen begonnen. - Bild: Apple

Das berichtete die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei. Für die Aktien der japanischen Displayhersteller ging es an der Börse nach unten, während die Konkurrenten aus Südkorea zulegten.

Angesichts der Entscheidung habe LG Display aus Südkorea bereits mit der Planung von Kapazitätsausweitungen begonnen, so Nikkei. Genügend Panels für die mehr als 200 Millionen iPhones bereitzustellen, die Apple jedes Jahr weltweit ausliefert, dürfte sich als schwieriges Unterfangen erweisen. Der US-Konzern werde deswegen den Kunden sowohl OLEDs als auch LED-Bildschirme parallel anbieten.

Samsung Electronics ist derzeit das einzige Unternehmen, das OLED-Displays verlässlich in Masse produzieren kann. LG Displays kann OLEDs für Fernseher produzieren. Angesichts dessen dürften diese beiden Konzerne zu den Hauptlieferanten von Apples Displays zählen.

Apples Entscheidung dürfte bedeutende Auswirkungen auf zwei japanische Lieferanten haben: Der Sharp-Konzern, der derzeit dabei ist, sein schwächelndes Geschäft wieder aufzubauen, und Japan Display, das rund 30 Prozent seines Geschäftsvolumens mit Apple erzielt.

Am Morgen fielen die Aktien von Minebea, einem Hersteller von Hintergrundbeleuchtung für LCD-Displays, um 8,4 Prozent und von Sharp um zwei Prozent. Für Japan Display ging es um neun Prozent abwärts. Die LG-Aktie stieg um ein Prozent, das Samsung Papier um zwei Prozent.

"Wenn die Nachrichten stimmen, wäre das möglicherweise ein großer Rückschlag für die japanischen Firmen, die bislang von ihrem Platz in der LCD-Lieferkette profitiert haben", schrieb Analyst Daiki Takayama von Goldman Sachs.