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Osram gehört nicht mehr zu den bedeutendsten Zulieferern des iPhone-Herstellers Apple. Der US-Konzern hat den Leuchtmittelhersteller von der Liste der 200 wichtigsten Zulieferer gestrichen. - Bild: Osram

Das geht aus einer Apple-Mitteilung hervor. Ersetzt wurde Osram durch den niederländischen Rivalen Philips. In Reaktion auf die Mitteilung kommt die Osram-Aktie unter Abgabedruck, das Papier verliert vorbörslich knapp 3 Prozent.

Apple veröffentlicht seine Liste mit den Premiumlieferanten einmal im Jahr. Dem Ranking kommt angesichts der Kassenschlager des US-Konzerns, wie dem iPhone oder der Apple Watch, und dem bedeutenden Einfluss des US-Konzerns erhebliche Bedeutung zu. Marktbeobachtern wird angesichts der Auflistung ersichtlich, welche Unternehmen in der Zuliefererliste quasi auf- oder abgestiegen sind.

Doch alleine die Nennung in der Liste bedeutet nicht, dass ein Unternehmen das US-Unternehmen aus Cupertino nicht beliefert. Zudem nennt die Liste die 200 wichtigsten Zulieferer des vergangenen Jahres. Über künftige Umsätze der Unternehmen mit Apple kann daher nur spekuliert werden.

Osram reagierte daher zurückhaltend. "Das Ranking ist rückwärtsgewandt", erklärte ein Sprecher des Unternehmens. Die Liste sage nichts über aktuelle und zukünftige Umsätze aus, und nichts über neue Modelle wie das iPhone7.

Von Marktbeobachtern wird der nachbörsliche Abschlag der Osram-Aktie von 4 Prozent als "übertrieben" eingestuft. "Es handelt sich bei Apple um eine Rückbetrachtung, nämlich um die Entwicklung 2015", so ein Marktteilnehmer. Und da sei es bei Osram in der Halbleiter-Sparte gut gelaufen. Ein Händler spricht von einem "exorbitant starken vierten Quartal" mit guter Marge. Damit sei der mögliche Umsatzrückgang beim Geschäft mit Apple wohl nicht so groß, oder er sei auf anderem Weg kompensiert worden.