Apple soll zur Effizienzverbesserung der Prozessoren in iPad und iPhone Patente verletzt haben.

Apple soll zur Effizienzverbesserung der Prozessoren in iPad und iPhone Patente verletzt haben. Foto: Apple

Die Jury eines US-Bundesgerichts befand, Apple habe bei der Entwicklung von Prozessoren für einige der jüngsten iPhone- und iPad-Modelle das Patent verletzt.

Das Patent der Universität aus dem Jahr 1998 für die Verbesserung der Effizienz in Computerprozessoren sei gültig. Apple habe die Technologie illegalerweise in Prozessoren einiger seiner iPhones und iPads integriert, urteilte die Jury am Distriktgericht in Madison, Wisconsin.

Zur Höhe der Schadenersatzzahlung trafen die Jurymitglieder noch keine Entscheidung. Die Universität hat bis zu 862,4 Millionen US-Dollar gefordert, wie aus einer Einreichung bei Gericht hervorgeht.

Weder Apple noch die Wisconsin Alumni Research Foundation, die Lizenzierungsabteilung der Universität und Kläger in diesem Fall, antworteten auf Bitten um Stellungnahme.

Laut Gerichtsdokumenten hatte Apple argumentiert, das Patent sei ungültig und sei nicht von dem Konzern verletzt worden.

Die Alumni Research Foundation hatte Apple im Januar 2014 verklagt. Im vergangenen Monat verklagte die Gruppe Apple erneut, diesmal wegen der Verletzung des Patents in jüngeren Prozessoren. Dieser Fall ist noch unabhängig. Ebenfalls verklagt wurde der Chiphersteller Intel im Jahr 2008, der das gleiche Patent verletzt haben soll. Die Parteien einigten sich jedoch außergerichtlich.