Im Streit um Preisabsprachen bei elektronischen Büchern hat Apple am Dienstag eine Niederlage

Im Streit um Preisabsprachen bei elektronischen Büchern hat Apple am Dienstag eine Niederlage eingesteckt. - Bild: Apple

Apple hat im Streit um illegale Absprachen auf dem Markt für E-Books eine weitere Niederlage eingesteckt. Ein Berufungsgericht lehnte einen Einspruch des Konzerns gegen einen Gerichtsentscheid aus dem Jahr 2013 ab.

Danach hatte sich Apple mit Verlagen abgesprochen, um die Preise für E-Books zu erhöhen.

Dem mit zwei Stimmen zu einer am Dienstag vom Second U.S. Circuit Court of Appeals in Manhattan gefällten Urteil sind drei Jahre Verhandlungen vorausgegangen, die Millionen von Dollar gekostet haben. Hinzu kam die kühne Entscheidung von Apple, das US-Justizministerium in einem Prozess herauszufordern, selbst nachdem alle Verleger, mit denen Apple konspiriert haben soll, bereits Vergleiche geschlossen hatten.

Der iPhone-Hersteller wird nun voraussichtlich 450 Millionen US-Dollar zahlen müssen, vor allem an Käufer von E-Books. Das war Teil einer Einigung mit privaten Klägern und 33 Bundesstaaten, die sich der Klage des Justizministeriums aus dem Jahr 2012 angeschlossen hatten. Das Ministerium beschuldigte Apple, Kartellgesetze zu verletzen. Das Zustandekommen des Deals hing vom Ergebnis des Berufungsverfahrens ab.

“Wir kommen zu dem Schluss, dass das Distriktgericht korrekt entschieden hat, dass Apple Absprachen mit den Verlagen getroffen hat, um die Preise von E-Books in die Höhe zu treiben”, schrieb Richterin Debra Ann Livingston. Dadurch sei das Bundesgesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen, der Sherman Act, verletzt worden.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht