Der Stahlkonzern ArcelorMittal hat die fallenden Stahl- und Eisenerzpreise im vierten Quartal noch

Der Stahlkonzern ArcelorMittal hat die fallenden Stahl- und Eisenerzpreise im vierten Quartal noch durch die Produktion größerer Mengen teilweise ausgleichen können. Im laufenden Jahr wird der Preisverfall aber seinen Tribut fordern. - Bild: ArcelorMittal

Der Konzern erwartet deshalb fallende operative Gewinne. Im vierten Quartal grenzte ArcelorMittal seinen Nettoverlust auf 955 Millionen Dollar ein. Im Vorjahr hatte der nach Absatzmenge weltgrößte Stahlkonzern noch 1,25 Milliarden Dollar verloren. Analysten hatten den neuerlichen Verlust nicht erwartet, sie hatten ArcelorMittal einen Gewinn von 442 Millionen Dollar zugetraut.

Hohe Abschreibungen schlagen negativ zu Buche

Im Vorjahr wie auch jetzt litt ArcelorMittal unter hohen Abschreibungen. Dieses Quartal schlugen Wertberichtigungen des Stahl- und Eisenerzgeschäfts sowie Wechselkurseffekte und Finanzierungskosten mit 800 Millionen Dollar negativ zu Buche.

Der Umsatz fiel um 5,7 Prozent auf 18,7 Milliarden Dollar. Der Eisenerzpreis war um 45 Prozent und der Stahlpreis um 8 Prozent gefallen. ArcelorMittal glich dies etwas durch eine höhere Produktion teilweise wieder aus.

Im laufenden Jahr will der Stahlkonzern einen operativen Gewinn vor Abschreibungen (EBITDA) von 6,5 bis 7 Milliarden Dollar erzielen. Das ist zwar ein Rückgang gegenüber den 7,24 Milliarden im vergangenen Jahr, liegt aber im Rahmen der Analystenprognosen. Das Geschäftsumfeld bleibe zwar schwierig, die Stahlmärkte würden sich aber weiter erholen, erwartet ArcelorMittal. Dies gelte insbesondere für hochwertige Produkte wie im Automobilbereich.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke