Areva kämpft seit einiger Zeit mit großen Schwierigkeiten. - Bild: Markus Kauf - Fotolia.com

Areva kämpft seit einiger Zeit mit großen Schwierigkeiten. - Bild: Markus Kauf - Fotolia.com

Der französische Atomkonzern Areva hat zum dritten Mal seit Mitte 2014 eine Gewinnwarnung ausgegeben. Das Marktumfeld sei schwierig und es gebe Verzögerungen bei einigen Projekten, begründete der Konzern die erneute Hiobsbotschaft.

Einen konkreten Gewinnausblick nannte Areva nicht, legte aber Umsatzzahlen für das vergangene Jahr vor.

Die Erlöse sanken demnach 2014 um acht Prozent auf 8,34 Milliarden Euro. Der Verlust dürfte im Gesamtjahr deutlich höher ausfallen als im ersten Halbjahr, warnte der zu 85 Prozent in Staatsbesitz befindliche Konzern. Es habe im zweiten Halbjahr weitere erhebliche Abschreibungen auf den Wert einiger Assets gegeben.

Konkrete Zahlen nannte Areva nicht. Im ersten Halbjahr lag der Verlust bei knapp 700 Millionen Euro.

Areva kämpft seit einiger Zeit mit großen Schwierigkeiten. Der Konzern leidet unter der allgemeinen Schwäche des Atomenergie-Markts nach der Akw-Katastrophe von Fukushima und Verzögerungen beim Bau eines Atomreaktors in Finnland. Seitdem das Top-Management vergangenes Jahr ausgewechselt wurde, steht ein weitreichender Umbau des Konzerns im Raum.

Dow Jones Newswires/Evelyn Mahlik