ASML

ASML zahlt für 24,9 Prozent an Carl Zeiss SMT 1 Milliarde Euro in bar. - Bild: ASML

Das niederländische Unternehmen zahlt für 24,9 Prozent an Carl Zeiss SMT 1 Milliarde Euro in bar. Weitere Transaktionen seien nicht geplant, teilten die beiden Konzern mit.

Allerdings wird ASML die Carl Zeiss SMT in den kommenden sechs Jahren finanziell unterstützen. In Forschung und Entwicklung sollen rund 220 Millionen Euro fließen. Zudem seien Investitionen von etwa 540 Millionen Euro geplant. Die Mittel sollen vor allem in die Produktion am Standort Oberkochen fließen.

Die Carl Zeiss SMT ist bisher komplett im Besitz der Carl-Zeiss-Stiftung, die auch Eigentümerin der Carl Zeiss AG und der Schott AG ist. Im Geschäftsjahr 2014/15 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 893 Millionen Euro. Mit ihren etwa 2.700 Mitarbeitern deckt der Unternehmensbereich der Zeiss-Gruppe Schlüsselprozesse bei der Herstellung von Mikrochips ab und zählt sich zu den führenden Zulieferern für die Halbleiter-Equipment-Industrie. Besonders im Bereich der Struktur-Miniaturisierung auf Mikrochips, der sogenannten EUV-Lithographie, ist Carl Zeiss SMT aktiv.

In dem Zukunftsgeschäft mit EUV-Systemen will der Partner ASML stark wachsen. Dabei handelt es sich um eine zukunftsweisende Fertigungstechnik, mit der Schaltkreise künftig noch kleiner, effizienter und schneller werden sollen. ASML ist führend in der Herstellung von Wafersteppern und Waferscannern zur Produktion von Mikrochips. Die beiden Konzerne kooperieren seit mehr als 30 Jahren.

Carl Zeiss SMT werde jährlich eine Dividenden an ihre Aktionäre Carl Zeiss AG and ASML zahlen, hieß es. ASML geht davon aus, dass sich der Minderheitsanteil positiv auf ihr Ergebnis vor Sonderposten auswirken wird. Die Boards beider Unternehmen haben der Transaktion bereits zugestimmt. Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen soll sie im zweiten Quartal 2017 abgeschlossen werden.