FRANKFURT (Dow Jones/rm). Im Vormonat wurden 91 400 Autos der Marke mit den vier Ringen verkauft, wie die Volkswagen-Tochter am Freitag mitteilte. Mit 7,7% fiel der Anstieg aber deutlich niedriger aus als in den Vormonaten.

Das zeigt der Blick auf die kumulierten Zahlen: Im bisherigen Jahresverlauf setzten die Ingolstädter 646 300 Autos ab, 17,4% mehr als im Vorjahr. Im ersten Halbjahr hatte der Zuwachs noch bei fast einem Fünftel gelegen.

Erfolgsgaranten waren im Juli erneut die Märkte in China und in den USA. Im Reich der Mitte verkaufte der dortige Marktführer 20 537 Audis (plus 53,3%), in den USA 7.817 (plus 22,0%). Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer erklärte, die Anzahl der importierten Modelle in China solle deutlich gesteigert werden. Lokal produziert werden aktuell die Langversionen der Modelle A4 und A6 sowie der sportliche Geländewagen Q5. Auch in Osteuropa geht es wieder aufwärts: Das Absatzplus im Juli lag bei 12,6% auf 2 970 Fahrzeuge.

Erneut schwach entwickelte sich das Geschäft dagegen auf dem deutschen Heimatmarkt, wo mit nur noch 18 829 neuen Autos knapp ein Fünftel weniger losgeschlagen werden konnten als noch im vergangenen Jahr. In Westeuropa insgesamt sanken die Verkaufszahlen um 8,9% auf 50.450 Autos. Neue Impulse erhofft sich Audi vom neuen Kleinwagen A1, der ab Ende August erhältlich sein wird.

Konkurrent Mercedes-Benz konnte im Juli deutlicher zulegen als die Ingolstädter: Die Daimler-Tochter verkaufte 106 100 Autos der Marken Mercedes-Benz, smart, Maybach und AMG (plus 13%), wobei der Stadflitzer smart Sorgenkind der Stuttgarter bleibt. Marktführer BMW wird in der kommenden Woche seine Juli-Verkaufszahlen bekannt geben.

Audi will im Gesamtjahr einen neuen Absatzrekord aufstellen und mehr als 1,08 Mio Autos an die Kunden in aller Welt bringen. Im Krisenjahr 2009 hatte Audi knapp 950.000 Wagen verkauft, 2008 war erstmals die 1-Million-Marke geknackt worden.