Audi,Stadler,Aufsichtsrat,Vertrauen,CEO,Vorstandschef,Hauptversammlung

Der Audi-Aufsichtsrat hat Vorstandschef Rupert Stadler das Vertrauen ausgesprochen. - Bild: Audi

Wie der Aufsichtsrat aber erklärte, geht damit kein Verzicht auf mögliche Schadensersatzansprüche gegen einzelne Personen einher.

"Entsprechend seiner gesetzlichen Pflichten prüft der Aufsichtsrat seit Bekanntwerden der Dieselthematik, ob er verpflichtet ist, Schadensersatzansprüche gegen einzelne Vorstandsmitglieder geltend zu machen", heißt es in der Mitteilung weiter.

Die Entlastung des früheren Entwicklungschefs Stefan Knirsch, der im September aus dem Vorstand ausgeschieden war, soll dagegen verschoben werden. Grund seien noch laufende Ermittlungen.

Die Frage, wer wann über den Abgasskandal Bescheid gewusst hat, sorgt seit Monaten für Unruhe bei Volkswagen und der Premiumtochter Audi. Zuletzt war das Ingolstädter Unternehmen zunehmend ins Visier der Behörden geraten. Die Staatsanwaltschaft München durchsuchte Büros des Autoherstellers und geht dem Verdacht des Betruges und der strafbaren Werbung nach.

Am Dienstag hatte bereits der Aufsichstrat von Volkswagen dem gesamten Vorstand des DAX-Konzerns, zudem auch Stadler gehört, das Vertrauen ausgesprochen und der Hauptversammlung die Entlastung empfohlen.