Audi will in Nordamerika deutlich wachsen und plant deshalb angeblich auch ein Motoren- und

Audi will in Nordamerika deutlich wachsen und plant deshalb angeblich auch ein Motoren- und Getriebewerk in den USA (Bild: Audi).

INGOLSTADT (Dow Jones/ks)–”Dass wir in Nordamerika neue Kapazitäten brauchen, ist für mich ganz klar. Die Frage ist jetzt nur noch der Zeitpunkt”, hatte Audi-CEO Rupert Stadler der Fachzeitschrift gesagt. Noch “deutlich vor dem Jahr 2015″ werde Audi über alle Details bezüglich Ortes, zu produzierende Modelle, Investitionshöhe und Kapazität entscheiden.

“ANE” berichtete zudem unter Berufung auf Konzernkreise, dass Audi auch ein Motoren- und Getriebewerk in den USA errichten wolle. Hierzu sagte der Sprecher Dow Jones Newswires, dass das Unternehmen zu Spekulationen nicht Stellung nehme.

In den USA wolle Audi dieses Jahr “zwischen 10 und 20 Prozent wachsen”, sagte Stadler “ANE” weiter. 2011 hatte die VW-Premiummarke dort erstmals die Schwelle von 100.000 Einheiten übersprungen – mit 101.629 Verkäufen. Das Wachstum soll weiterhin ohne das Einstiegsmodell A1 passieren, das frühestens mit der nächsten Generation in die USA eingeführt werde.

Der CEO zog zudem das Absatzziel vor. Das ursprüngliche Ziel von 1,5 Mio Einheiten für das Jahr 2015 soll bereits 2014 erreicht werden, sagte Stadler. Für dieses Jahr erwarte er, “dass wir die Latte von 1,2 Millionen Verkäufen sauber überspringen werden und vielleicht noch etwas Luft ist.”

Bis 2020 will die Volkswagen-Tochter den Absatz auf mehr als 2 Mio Fahrzeuge steigern, sagte Stadler, der die neue “Strategie 2020″ detailliert dargelegte. Die Zahl der Modellvarianten im Portfolio soll von derzeit 38 auf 42 in 2015 und 50 im Jahr 2020 wachsen. Die Umsatzrendite soll 2020 zwischen 8% und 10% liegen. Im ersten Quartal 2011 erreichte sie 10,6%. Für das Gesamtjahr 2011 hält der Manager sogar noch mehr für möglich.