Stefan Knirsch

Stefan Knirsch: "Seit Januar liegt die Lead-Kompetenz für den Brennstoffzellenantrieb innerhalb des Konzerns bei Audi." - Bild: Audi

"Seit Januar liegt die Lead-Kompetenz für den Brennstoffzellenantrieb innerhalb des Konzerns bei Audi", sagte der neue Audi-Entwicklungschef Stefan Knirsch im Gespräch mit der "Automobilwoche". Dazu gebe es im Konzern einen Vorstandsbeschluss.

Audi hatte in Detroit im Januar seine Studie h-tron Quattro mit Brennstoffzelle vorgestellt. Der A7 h-tron laufe vielversprechend im Alltagstest, betonte Knirsch.

Zieht Salzgitter den Kürzeren?

Leidtragende der Entscheidung dürften der VW-Standort Salzgitter und das in Isenbüttel geschaffene Kompetenzzentrum sein. Das Motorenwerk in Salzgitter arbeitet seit fast 20 Jahren an der Technologie für eine Brennstoffzelle. Der VW-Betriebsrat fürchtet langfristig ein "massives Beschäftigungsproblem". Salzgitter zählt zu den sogenannten Komponentenwerken bei VW, die seit Jahren immer wieder im Fokus möglicher Sparpläne landen. Gewerkschaftskreise fürchten, der Zuschlag für Audi könne Salzgitter ein Standbein rauben, das das Werk fit für die Zukunft gehalten hätte.

Doch auch Audi hat einen klaren Brennstoffzellen-Schwerpunkt: Rund 1750 Mitarbeiter zählt die technische Entwicklung in Neckarsulm. Sie arbeiten für die Quattro GmbH, die Brennstoffzellentechnologie, den Leichtbau, entwickeln Benzin-, Diesel-, Sport- und Sondermotoren oder kümmern sich um die Zukunft der Innenausstattungen im Auto.

Mit Material von n-tv und dpa