Audi steht unter Verdacht in den V6 TDI Modellen bei den Baureihen A6 und A7 eine illegale Abschalteinrichtung eingebaut zu haben, um d

Audi steht unter Verdacht in den V6 TDI Modellen bei den Baureihen A6 und A7 eine illegale Abschalteinrichtung eingebaut zu haben, um die Grenzwerte bei Diesel-Abgasen einzuhalten. - Bild: Pixabay

Zuvor hatte der «Spiegel» darüber berichtet. Auch das Bundesverkehrsministerium bestätigte dies. In Deutschland seien rund 33 000 und weltweit insgesamt rund 60 000 zugelassene Fahrzeuge betroffen. Audi soll nach «Spiegel»-Informationen die Produktion der Wagen eingestellt haben.

Der Autobauer hat nun in der Anhörung Gelegenheit, seine Sicht der Dinge darzulegen. Bestätigt es sich, dass die Fahrzeuge eine unzulässige Abschalteinrichtung haben, drohen verpflichtende Rückrufe, wie dies bereits bei Millionen von VW-Dieselautos der Fall war. Laut Ministerium sind die Emissionstypgenehmigungen der Fahrzeuge in Luxemburg erteilt worden.

Laut «Spiegel» soll es sich um Audi A6-Fahrzeuge mit der neueren Schadstoffklasse Euro 6 handeln. Diese Autos seien mit einem sogenannten SCR-Katalysator zur Reinigung der Stickoxide ausgestattet. Dieser benötige für eine reibungslose Funktion Harnstoff - AdBlue, der in einem zusätzlichen Tank untergebracht sei. Der Harnstoff werde in den Abgasstrom eingespritzt und sorge dafür, dass die Stickoxide in harmlosen Stickstoff und Wasserdampf umgewandelt werden.

Damit der Kunde nicht selber Harnstoff nachfüllen müsse, sondern erst die Werkstatt beim nächsten Service, habe Audi die Einspritzung der Reinigungsflüssigkeit offenbar 2400 Kilometer bevor sie zuneige geht stark gedrosselt. In der Zeit, da die Zufuhr von Harnstoff abgeregelt sei, funktioniere der SCR-Katalysator zur Reinigung von Stickoxiden im Abgas nicht oder nur extrem eingeschränkt. Das giftige Gas entweicht damit laut Bericht in hohen Konzentrationen aus dem Auspuff.

  • Plug-In-Hybrid

    Plug-In-Hybride, also Autos die sowohl über einen Verbrennungsmotor sowie über eine per Kabel aufladbare Batterie für den E-Antrieb verfügen, hatten 2017 als Neuwagen in Deutschland im Schnitt 183 PS. - Bild: Pixabay

  • TDI

    Neuwagen mit Dieselmotor hatten im vergangenen Jahr hierzulande durchschnittlich 168 PS. - Bild: Pixabay

  • Mercedes Neuwagen

    Neuwagen, über alle Antriebsarten hinweg, hatten 2017 durchschnittlich 152 PS. - Bild: Pixabay

  • Benziner, Tankstelle

    Neuwagen mit Benzinmotor hatten im vergangenen Jahr durchschnittlich 142 PS. - Bild: Pixabay

  • Elektroauto, Smart

    Neuwagen, die reine Elektroautos sind, hatten vergangenes Jahr in Deutschland durchschnittlich 119 PS. - Bild: Pixabay

  • Hybrid, Toyota

    Neuwagen mit Hybridantrieb, also Verbrennungsmotor und nicht per Kabel aufladbarer Batterie für den E-Antrieb, hatten 2017 hierzulande im Schnitt 108 PS. - Bild: Pixabay

Das Image des Diesel ist bereits schwer belastet. Gründe sind der Abgasskandal, bei denen unzulässige Abschalteinrichtungen eine Hauptrolle spielen, sowie drohende Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge. In vielen Städten werden Schadstoff-Grenzwerte überschritten. Dabei geht es um den Ausstoß gesundheitsschädlicher Stickoxide. Diesel sind ein Hauptverursacher. Die Neuzulassungen von Dieselfahrzeugen sind seit Monaten auf Talfahrt.

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