FRANKFURT (Dow Jones/rm). Dies entspricht einem Anstieg von 15% im Vergleich zum Jahr 2009, wie der Ingolstädter Premiumhersteller am Freitag mitteilte.

Das eigene Absatzziel für 2010 erfüllte die Marke mit den vier Ringen damit: Audi hatte mehr als 1,08 Mio Verkäufe angepeilt. Der bislang gültige Absatzrekord aus dem Jahr 2008 von gut 1 Mio abgesetzten Einheiten war bereits per Ende November geknackt worden war. Im krisengeprägten Jahr 2009 verkaufte Audi lediglich rund 950.000 Autos.

Im vergangenen Jahr profitierte Audi wie auch die Konkurrenten BMW und Mercedes-Benz vor allem von der boomenden Nachfrage in China und der Erholung des US-Marktes. Sowohl im Reich der Mitte als auch in Nordamerika wurden mit fast 228.000 (+43%) bzw. gut 101.500 (+23%) verkauften Wagen neue Bestmarken aufgestellt. Während Audi in China von der frühen Präsenz der Konzernmutter VW profitiert und dort klarer Marktführer ist, liegt das Unternehmen in den USA allerdings noch ein gutes Stück hinter den Rivalen aus München und Stuttgart.

Audi-Vorstandschef Stadler erklärte am Rande der Elektronikmesse CES in Las Vegas zudem, dass der neue Kleinwagen A1 schon in diesem Jahr in China eingeführt werden soll, wie eine Sprecherin der Ingolstädter am Freitag bestätigte. Zuerst war eine Einführung des jüngsten Audis in dieser Generation nicht vorgesehen gewesen; im Spätsommer hatte Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer allerdings doch in Aussicht gestellt, dass der A1 früher als gedacht auch in der Volksrepubik gestartet werden könnte.

Die Ingolstädter setzen große Hoffnungen in den A1, mit dem erstmals ein Oberklassehersteller mit seiner Kernmarke ins wichtige Kleinwagensegment einsteigt. Das Modell ist ein wichtiger Baustein für das Ziel von Audi, bis spätestens 2015 mehr als 1,5 Mio Autos zu verkaufen und damit die Konkurrenten BMW und Mercedes-Benz von der Spitze des Premiumsegments zu verdrängen. Mehr als drei Viertel der A1-Käufer sollen Neukunden für Audi sein. Im ersten vollen Verkaufsjahr 2011 will Audi 120.000 A1 verkaufen.

Der Audi A1, der auf dem VW Polo basiert, war der Weltöffentlichkeit auf dem Genfer Autosalon im Frühjahr 2010 vorgestellt worden und wird in Brüssel gefertigt. Er rollt in Brüssel vom Band und ist seit August in Europa erhältlich. Seither wurden rund 30.000 A1 verkauft. Das Einstiegsmodell kostet etwa 16.000 EUR.