FRANKFURT (Dow Jones/ks)–Zu den Anläufen gehört 2011 unter anderem der neue A6, der im Werk Neckarsulm vom Band rollen wird. Im spanischen Seat-Werk in Martorell beginnt im Frühjahr zudem die Serienfertigung des kleinen SUVs Q3 mit einer Kapazität von jährlich mehr als 100.000 Einheiten.

Nach abgeschlossener Werkserweiterung soll ab 2013 nach Unternehmensangaben dann ein weiteres Derivat des A3 im ungarischen Györ produziert werden. Im Herbst 2010 hatten die Ingolstädter angekündigt, rund 900 Mio Euro in die Erweiterung des Standorts zu stecken, um dort eine komplette Produktion zu ermöglichen. Dank der Investitionen sollen dort künftig jährlich 125.000 Autos der Marke mit den vier Ringen vom Band rollen.

Über eine eigene Produktion in den USA soll bis 2015 entschieden werden, wie die Volkswagen-Tochter am Mittwoch mitteilte. Audi-Vorstandschef Rupert Stadler hatte in der Vorwoche am Rande der Automesse in Detroit erklärt, an einer eigenen Fertigung dort führe kein Weg vorbei. Zum möglichen Zeitrahmen äußerte er sich jedoch nicht.

Audi denkt bereits seit Jahren darüber nach, eine eigene Produktion in Amerika aufzubauen. Nachdem der dortige Markt im Zuge der Finanzkrise aber massiv eingebrochen war, entschieden die Ingolstädter entgegen ursprünglichen Überlegungen im Frühjahr 2009, dass der kleine Geländewagen Q3 im spanischen Werk Martorell vom Band rollen soll und vertagten somit die endgültige Entscheidung über einen US-Standort.

Der schwache Euro, der Exporte aus den deutschen Werken über weite Strecken des Jahres 2010 rentabler machte, tat sein übriges dazu, die Entscheidung auf die lange Bank zu schieben. Eine Option blieb ein eigenes Werk aber immer, genau wie die Nutzung des Standorts der Konzernmutter VW in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee.