Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer VDW

Dr. Wilfried Schäfer ist Geschäftsführer des Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW). - Bild: VDW

Im ersten Halbjahr 2017 sank der Auftragseingang insgesamt um 1 Prozent. Die Inlandsaufträge verloren 15 Prozent. Der Auslandsauftragseingang stieg um 6 Prozent. Dabei läuft die Umformtechnik etwas besser als die Zerspanung. Das teilte der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken via Pressemitteilung mit.

„Mit den Halbjahreswerten liegen wir auf Linie unserer Erwartungen“, kommentiert Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Branchenverbands VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) in Frankfurt am Main, das Ergebnis. Die Auslandsaufträge setzten ihren Aufwärtstrend fort.

Nach wie vor seien die Euroländer das wichtige Zugpferd, wie der VDW mitteilt. Ihre Bestellungen sind doppelt so stark gestiegen wie die Aufträge aus dem Rest der Welt.

Nach dem starken Zuwachs im vergangenen Jahr, der vorrangig vom Projektgeschäft mit der internationalen Automobilindustrie getrieben war,  wird für 2017 ein Halten des hohen Niveaus erwartet.

Schwächelnde Inlandsnachfrage

„Ein Pferdefuß war im ersten Halbjahr allerdings die Inlandsnachfrage“, sagt Schäfer. Sie blieb schwach, was unter anderem einem Basiseffekt aufgrund des hohen Auftragszuwachses im ersten Halbjahr 2016 geschuldet sei. Allerdings läuft dieser Effekt nun aus.

Für das zweite Halbjahr 2017 wird von einer deutlich besseren Entwicklung ausgegangen. Das passt zur guten Stimmung in der Wirtschaft, den steigenden Konjunkturindikatoren für Deutschland und den gesamtwirtschaftlichen Prognosen, die Wirtschaftsexperten erst jüngst angehoben haben.

„Zudem versprechen wir uns von der EMO Hannover 2017 einen großen Schub“, bekräftigt Schäfer abschließend. Die Weltleitmesse der Metallbearbeitung sei sehr gut gebucht, warte mit vielen Innovationen in allen technischen Bereichen auf und werde den Investitionen damit starke Impulse geben.  

Mit Material des VDW

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