Der Trend zum Elektroauto hat dem Maschinenbauer Aumann im ersten Quartal zu einem kräftigen Umsatzsprung verholfen

Der Trend zum Elektroauto hat dem Maschinenbauer Aumann im ersten Quartal zu einem kräftigen Umsatzsprung verholfen. - Symbolbild: Schaeffler

Nach der Vorlage der Zahlen am Montag rückte die Aktie des Unternehmens mit einem Plus von fast 4 Prozent im TecDax zeitweilig auf den zweiten Platz vor.

Mehr als 300 Millionen Euro Umsatz sollen am Ende des Jahres in den Büchern von Aumann stehen. Im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein Plus von über 40 Prozent. Von Januar bis März hat der Konzern mit etwas über 63 Millionen Euro bereits rund ein Viertel mehr erlöst als noch ein Jahr zuvor. Beim bereinigten operativen Ergebnis (Ebit) ging es um gut 17 Prozent auf 7,5 Millionen nach oben. Hier sollen zum Jahresende 28 bis 31 Millionen Euro herauskommen. Unter dem Strich blieb im ersten Jahresviertel ein Gewinn von 4,8 Millionen Euro hängen, rund neun Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Getrieben wurden die Ergebnisse vor allem durch ein gut laufendes Geschäft mit der E-Mobilität. Hier stellt das Unternehmen unter anderem Produkte für die Fertigung von Elektromotoren her. Dabei stiegen die Erlöse dank der hohen Nachfrage um knapp 40 Prozent. Im zweiten Segment, in dem sich fast alles um die Entwicklung von Spezialmaschinen dreht - etwa für die Auto- oder Luftfahrtbranche, erlöste Aumann rund 20 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die seit dem TecDax-Aufstieg im März schwach gelaufenen Aktien von Aumann legten nach Bekanntgabe der Zahlen deutlich zu. Zuletzt lagen sie in dem deutschen Technologiewerte-Barometer mit einem Plus von 2,67 Prozent an dritter Stelle. Analyst Gordon Schönell vom Bankhaus Lampe sprach von einem "sehr guten Quartal". Vor allem das Segment Elektromobilität zeige, "dass die E-Mobility-Story bei Aumann voll intakt ist". Die Ebit-Marge habe mit zuletzt gut 14 Prozent zudem einen "Riesen-Sprung" gemacht.

Die Tage von Aumann im TecDax sind dennoch gezählt, was aber vor allem daran liegt, dass die Deutsche Börse das Unternehmen fortan nicht mehr dem Technologiesektor, sondern der klassischen Maschinenbaubranche zuordnen wird. Damit dürfte Aumann ab Juni vom TecDax in den MDax wechseln.

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