Die Neuwagenverkäufe in China sind im Juni um 3,4 Prozent gefallen - der erste Rückgang seit mehr

Die Neuwagenverkäufe in China sind im Juni um 3,4 Prozent gefallen - der erste Rückgang seit mehr als zwei Jahren. - Bild: avcj.com

Die Neuwagenverkäufe in China sind im Juni um 3,4 Prozent gefallen – der erste Rückgang seit mehr als zwei Jahren. 1,5 Millionen Fahrzeuge seien aus den Autohäusern zu den Kunden gerollt.

Das teilte der chinesische Automobilverband mit. Die schwächelnde Konjunktur und nun auch der kleine Crash am Aktienmarkt machen sich zunehmend auch in der chinesischen Autobranche bemerkbar. Im Mai waren die Verkaufszahlen noch um 1,2 Prozent und im April um 3,7 Prozent gestiegen. In der Zeit davor waren auch zweistellige Wachstumsraten keine Seltenheit. Der letzte Monat mit einer noch schwächeren Absatzentwicklung als im Juni war der Februar 2013, damals schrumpfte der Markt um 8,3 Prozent. Aber nur ein Kalendereffekt war der Grund dafür, wegen Feiertagen blieben die Autohäuser länger geschlossen als ein Jahr zuvor.

Trotz der schwachen Juni-Zahlen reichte es im ersten Halbjahr noch für ein Wachstum von 4,8 Prozent auf 10 Millionen verkaufte Pkw.

Der Automobilverband reduzierte seine Prognose für den Absatz im Gesamtjahr: Statt um 7 Prozent soll der Markt jetzt nur noch um 3 Prozent wachsen. Neben der Abkühlung der Konjunktur macht sich laut dem Verband auch bemerkbar, dass Maßnahmen der Regierung gegen die Luftverschmutzung es immer schwerer machen, einen Neuwagen auch zuzulassen, was die Verkaufszahlen mindert.

Einige Autobauer hatten schon Absatzzahlen für das erste Halbjahr vorgelegt, die den nun bestätigten Trend andeuteten. GM hat im ersten Halbjahr die Verkaufszahlen in China nur noch um 4,4 Prozent gesteigert, nachdem es im Vorjahreszeitraum ein Plus von über 10 Prozent war. Ford stagnierte sogar, im Vergleichszeitraum waren die Verkaufszahlen noch um ein Drittel in die Höhe geschossen.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke