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Takata, das skandalgeschüttelte und unter Gläubigerschutz stehende Airbagunternehmen, hat Hilfe von großen Autobauern bekommen. - Bild: Takata_Alexauto321/Wikipedia/CC BY-SA 3.0

Richter Brendan Shannon sprach von "unüblichen" Vereinbarungen zwischen Takatas US-Töchtern und den Herstellern, ihren größten Kunden und zugleich Gläubigern. Die Vereinbarungen seien wesentlich, um den Wert des Unternehmens zu erhalten und sicherzustellen.

Der Airbag-Hersteller hatte zu Beginn der Woche in Japan und den USA Gläubigerschutz beantragt und angekündigt, den Großteil seiner Geschäfte an einen Rivalen zu verkaufen. Der Skandal um defekte Airbags, die mit mindestens 16 Todesfällen und mehr als 180 Verletzungen in Verbindung gebracht werden, hatte vor neun Jahren begonnen.

Statt einen Konkurs-Kredit zu beantragen, bat Takata seine Kunden um finanzielle Unterstützung. Hersteller wie General Motors, Toyota, Subaru, Honda, Ford und Volkswagen haben nun Zugeständnisse gemacht. Sie stellen sicher, dass weiter Geld in die Kassen von Takata fließt. Die Hersteller haben bisher die wegen der defekten Airbags notwendig gewordene Rückrufe finanziert, und nun finanzieren sie auch den Konkursfall in den USA.

Takata-Werke bleiben in Betrieb

Die Werke von Takata bleiben nun in Betrieb, mehr als 14.000 Menschen behalten ihre Jobs, und der größte Rückruf in der US-Geschichte geht wie geplant weiter. Toyota, Honda, Volkswagen und GM haben sich verpflichtet, ihre Waren weiter schnell zu bezahlen und auch weiter bei Takata zu bestellen. Auf diese Weise wollen sie sicherstellen, genügend Ersatzteile für die Millionen von zurückgerufenen Fahrzeuge zu haben.

Zu Wochenbeginn hatte Takata zudem eine vorläufige Vereinbarung getroffen, fast alle seine Aktiva für knapp 1,6 Milliarden US-Dollar an die Key Safety Systems Inc zu verkaufen, eine Tochter der chinesischen Ningbo Joyson Electronic.