Der US-Automarkt ist im Mai weiter gewachsen. Mehrere Hersteller übertrafen mit ihrem Absatz die

Der US-Automarkt ist im Mai weiter gewachsen. Mehrere Hersteller übertrafen mit ihrem Absatz die Prognosen von Branchenbeobachtern und beflügelten damit die Wachstumsdynamik. Während General Motors (GM) die Spitzenposition vor Ford und Toyota verteidigte, erzielte Volkswagen ein deutliches Absatzplus. - Bild: GM

Während General Motors (GM) die Spitzenposition vor Ford und Toyota verteidigte, erzielte Volkswagen ein deutliches Absatzplus.

GM steigerte den Absatz um überraschende 3 Prozent, Fiat Chrysler verzeichnete einen Zuwachs um 4 Prozent und damit den besten Mai in zehn Jahren. Bei Ford sanken die Verkäufe um 1,3 Prozent, damit übertraf das Unternehmen aber die Prognose der Marktbeobachter von Edmunds.com, die mit einem Rückgang um 3,4 Prozent gerechnet hatten.

Die Zahlen sind umso erfreulicher, da der vergangene Monat einen Verkaufstag weniger hatte als der Mai des Vorjahres. Deshalb war allgemein bei den meisten Herstellern mit einem Rückgang der Verkäufe auf Jahresbasis gerechnet worden.

Die US-Autobranche ist ungebrochen auf Kurs, in diesem Jahr 17 Millionen neue Fahrzeuge auszuliefern, so viele wie seit 2001 nicht mehr.

US-Autobranche ungebrochen auf Kurs

Dank einer sich erholenden Wirtschaft und Sonderangeboten zum Memorial Day, der Feiertag an dem der im Krieg gefallenen Soldaten gedacht wird, könnten die Auswirkungen der jüngst gestiegenen Spritpreise abgefedert werden, sagen Analysten.

Verkaufspreise für Neuwagen steigen derweil weiter an. Laut Daten des Informationsdienstleisters Kelley Blue Book kletterten die Preise für leichte Fahrzeuge im Mai um 4,3 Prozent auf 33.363 US-Dollar.

GM übergab 293.097 Fahrzeuge an die Kunden, im Vorjahresmonat waren es 284.694 Stück. Die Analysten von Edmunds hatten mit einem Absatzrückgang um 1 Prozent gerechnet. Vor allem die Nachfrage nach Crossover-Modellen von Chevrolet, die im Mai einen Rekord einfuhren, war stark.

Die Verkaufszahlen von Ford sanken auf 250.813 Fahrzeuge von 254.084 im Jahr zuvor. Hier hatte Edmunds einen stärkeren Rückgang auf 244.738 Einheiten erwartet. Ford sieht nach eigener Aussage eine starke Nachfrage nach neuen Modellen wie dem Edge, F-150 und nach Mustang-Modellen. In den Sommermonaten will der Autobauer die traditionelle Schließung seiner Werke auf eine Woche verkürzen, um die Nachfrage nach diesen Fahrzeugen zu erfüllen.

Fiat Chrysler, dessen anhaltende Absatzsteigerungen von Verkäufen der Marken Jeep und Ram getrieben wurden, hat seinen Absatz im Mai von 194.421 Fahrzeugen auf 202.227 Stück gesteigert und damit die Edmunds-Prognose ebenfalls übertroffen. Die Jeep-Verkäufe sprangen um 13 Prozent, vor allem der Absatz von Patriots und Cherokees legte zu. Die Marke verzeichnete im Mai ebenfalls einen Rekord.

Fiat Chrysler erwartet einen saisonbereinigten Branchenabsatz in den USA von annualisiert 17,9 Millionen Fahrzeugen, Edmunds.com prognostiziert einen Absatz von 17,4 Millionen Einheiten.

Nach oben ging es im Mai auch für Volkswagen. Der Absatz auf dem US-Markt kletterte um 8 Prozent. Der deutsche Hersteller, der viele Monate teils deutliche Absatzrückgänge in den USA verzeichnet hatte, übergab 34.758 Fahrzeuge an die Kunden.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke