Autoliv

Der Bereich soll ab dem dritten Quartal 2018 als eigenständiges Unternehmen an der Börse notieren. Beide Konzernteile könnten so ihre Märkte besser mit jeweils eigenen Produktentwicklungen bedienen. - Bild: Autoliv

Beide Geschäftsbereiche würden unterschiedliche Fähigkeiten der Mitarbeiter erfordern. Die Wachstumsraten auf den Märkten seien unterschiedlich, und es gebe nur beschränkt Synergien, sowohl bei den Kosten als auch den Umsätzen. Mit den Aktivitäten würden auch unterschiedliche Investoren angesprochen, die entweder Unternehmen mit hohem Wachstum oder solche in reifen Märkten bevorzugten.

Die Abspaltung des Elektronikgeschäfts soll erfolgen, indem die bestehenden Autoliv-Aktionäre Aktien des neuen Unternehmens in ihr Depot eingebucht bekommen. Zumindest in den USA und Schweden soll dies so erfolgen, dass keine Steuern anfallen. Der Automobilzulieferer hatte die mögliche Aufspaltung im September angekündigt. Das Unternehmen stellt Sicherheitsvorrichtungen wie Sicherheitsgurte und Airbags her. Die Abtrennung des schneller wachsenden Geschäfts mit elektronischen Komponenten, das unter anderem Radare für autonome Fahrtechnologien herstellt, soll so konkurrenzfähiger gemacht werden. Die Börsennotierung des Elektronik-Geschäftes umfasst die Technologien für das selbstfahrende Auto wie etwa Radar und Satellitenortungssysteme.

Der Konzern beschäftigt aktuell mehr als 70.000 Mitarbeiter in 27 Ländern und beliefert unter anderem Ford, Volkswagen und andere große globale Autobauer mit Bauteilen. Derzeit konkurrieren die Zulieferer weltweit um künftige Aufträge in Höhe mehrerer zehn Milliarden Dollar, wenn die Hersteller die Fertigung ihrer Elektro- und selbstfahrenden Autos in großem Stil ausbauen.

Allein deutsche Hersteller und Zulieferer planen bis 2020 mit Investitionen von mehr als 40 Milliarden Euro in die Elektroauto-Produktion. Der Markt für elektronische Sicherheitsprodukte dürfte sich den Konzernerwartungen zufolge bis 2015 auf 40 Milliarden Dollar mehr als verdoppeln. Allerdings verlangt der Markt nach erheblichen Investitionen, um mit dem hohen Tempo der Veränderung mitzuhalten.