Den Automobilzulieferer Kaiser zu stabilisieren und die Fortführung zu sichern wird keine leichte

Den Automobilzulieferer Kaiser zu stabilisieren und die Fortführung zu sichern wird keine leichte Aufgabe, so der Insolvenzverwalter Jaffé (Bild: MAST - Fotolia.com).

(ks). Er versuche, die Produktion am Laufen zu halten und den Betrieb in Verhandlungen mit Kunden und Lieferanten zu stabilisieren, sagte Jaffé. “Wir sind bereits in ersten Gesprächen. Dabei wurde schon deutlich, dass es ein großes Interesse gibt, Kaiser lieferfähig zu erhalten.” Mit das Wichtigste sei jetzt, die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes für die Mitarbeiter auf den Weg zu bringen. “Wir sind da mit Hochdruck dabei, damit sie noch vor Weihnachten ihr Geld bekommen und nicht auch noch die Familien unter der Insolvenz leiden müssen“, betonte Jaffé. Jaffe zeichnete in der Region bereits für die Sanierung des Wohnwagen-Herstellers Knaus Tabbert verantwortlich.

Da die Gehälter der Angestellten bereits im November nicht mehr gezahlt werden konnten, läuft der Insolvenzgeldzeitraum Ende Januar 2014 aus. Dann muss das Unternehmen wieder im Stande sein, die Lohn- und Gehaltszahlungen selbst zu erwirtschaften. „Unser Ziel ist klar die Fortführung, allerdings ist dies in der Kürze der Zeit keine leichte Aufgabe“, erklärte achte Jaffé.

Kaiser produziert am Stammsitz Aicha vorm Wald mit 450 Mitarbeitern und in einem Werk in Straßkirchen-Salzweg mit 220 Mitarbeitern und erwirtschaftet Erlöse von rund 90 Mio Euro. Produkte aus der zerspanenden Serienfertigung sind Bauteile aus Grau- und Sphärenguss, Stahl sowie aus Aluminium und Magnesium. Als verlängerte Werkbank produziert Kaiser so unter anderem Airbag- und Antriebskomponenten, Bremssscheiben und -trommeln, Gehäuse für ABS, Kupplung, Getriebe, Hinterachse und Wasserpumpen, Zylinderblöcke, Schwungräder, Ölwannen, Achsschenkel und Querlenker. Komponenten von Kaiser finden sich in nahezu jedem Dieselfahrzeug deutscher Automobilhersteller. 2012 lieferte Kaiser 24 Mio Teile aus.

Alleiniger Eigentümer und Geschäftsführer der Kaiser GmbH ist Gründer Klaus-Peter Kaiser. Von 2000 bis 2008 verzeichnete das Unternehmen ein deutlichens Wachstum und verdreifachte nahezu den Umsatz. Nach dem krisenbedingten Einbruch im Jahr 2009 hatte Kaiser zuletzt wieder an dieses Wachstumstempo anknüpfen können.