Schaeffler-Zentrale in Herzogenaurach. Foto: Schaeffler Technologies AG & Co. KG

Schaeffler-Zentrale in Herzogenaurach. Foto: Schaeffler Technologies AG & Co. KG

Der Automobilzulieferer Schaeffler hält trotz des Volkswagen-Skandals an seinem Börsenplänen fest, die Erstnotiz wird aber etwas verschoben. Am kommenden Montag soll die Preisspanne mitgeteilt werden, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Zudem soll es dann weitere Informationen zum Gang aufs Parkett geben. In den vergangenen Tagen habe Schaeffler "intensive Gespräche" mit Investoren geführt.

Angesichts der drastischen Auswirkungen aus dem Skandal um manipulierte Abgaswerte von VW-Dieselfahrzeugen gab es zuletzt Zweifel, ob Schaeffler an dem Zeitplan zum Börsengang festhält. Aus Kreisen war bereits Anfang dieser Woche zu hören, dass Schaeffler eine Verschiebung erwägt. Vorgesehen war die Erstnotiz für Montag.

Das Unternehmen hatte am Montag bekannt gegeben, nicht wie geplant noch am selben Tag eine Preisspanne für die eigenen Aktien zu veröffentlichen. Das Unternehmen begründete dies damit, den Investoren zusätzliche Zeit einräumen zu wollen. Hintergrund seien die "aktuellen Ereignisse in der Automobilbranche".

Schaeffler hatte den seit einiger Zeit erwarteten Börsengang zu Beginn der vergangenen Woche angekündigt. In den darauf folgenden Tagen zog in der Automobilbranche der VW-Skandal immer weitere Kreise. VW gab eine Gewinnwarnung aus. Der Chef des Automobilkonzerns, Martin Winterkorn, trat zurück.

Mit dem Börsengang will Schaeffler 25 Prozent der eigenen Aktien in den Streubesitz geben. Das Unternehmen lege aber auf ein "möglichst hohes Maß an Transaktionssicherheit" Wert, hatte der Vorstandschef des Automobilzulieferers, Klaus Rosenfeld, gesagt. Die Papiere will Schaeffler deshalb zunächst in einer Privatplatzierung an ausgewählte Investoren abgeben.