Denso Autonomes Fahren Fujitsu ten Mehrheit Übernahme

Denso - hier das Kariya Head Office - will die Mehrheit an Fujitsu Ten, einem Spezialisten für autnomes Fahren. - Bild: At by At/Wikipedia/CC BY-SA 3.0

Käme es zum Abschluss, schlösse Denso in Sachen Autonomes Fahren damit bereits den dritten Deal dieser Art in kurzer Zeit ab.

Verkäufer der Anteile ist der Mutterkonzern Fujitsu Ltd. Zum Kaufpreis wollten sich die Unternehmen nicht äußern. Denso hält bereits einen kleinen Anteil an Fujitsu Ten. Auch der Autokonzern Toyota ist beteiligt und wird seinen aktuellen Anteil von etwas mehr als einem Drittel behalten.

"Wir hoffen, dass wir durch unsere Zusammenarbeit unsere Technologien gegenseitig verbessern und neue Produkte entwickelt", sagte ein Denso-Sprecher.

Auch andere Autobauer von General Motors bis Tesla erweitern ihre Angebot um Systeme, die Fahraufgaben übernehmen können und die Fahrzeuge damit sicherer machen. Denso steht zudem unter Druck seines größten Kunden Toyota, mehr Fahrassistenzsysteme anzubieten, wie Analysten berichten.

Fujitsu Ten schreibt allerdings wegen steigender Kosten Verluste. Im Geschäftsjahr per Ende März wies das Unternehmen einen Umsatz von 363 Milliarden Yen (etwa 3,14 Milliarden Euro) aus.

Denso hat Toyota jahrelang mit der neusten Technologie beliefert. Aber als der japanische Autobauer im vergangenen Jahr seinen neuen Corolla vorstellte, war darin ein Unfallvermeidungssystem der deutschen Continental AG verbaut. Denso hinkt den Konkurrenten Continental und Bosch bei der Entwicklung dieser Technologien hinterher und gibt deshalb derzeit mehr für Forschung und Entwicklung aus.

Im April hat sich der Zulieferer mit der NEC Corp zusammengetan, um Mikrocomputer für den Betrieb automatischer Fahrsysteme zu bauen. Im Dezember beteiligte sich Denso an Morpho Inc. Das Tokioter Unternehmen arbeitet an einem System, mit Hilfe dessen Autos ihre Umgebung erkennen können.

Apple und Google: Die neue Konkurrenz der Automobilriesen

  • Schon im letzten Jahr hat der US-Internetriese Google die kugeligen Prototypen seines Projektes Google Self-Driving Car vorgestell. Seit Anfang Sommer kurven einige Prototypen durch die Straßen von Mountain View, Kalifornien. - Bild: Google

    Schon im letzten Jahr hat der US-Internetriese Google die kugeligen Prototypen seines Projektes Google Self-Driving Car vorgestell. Seit Anfang Sommer kurven einige Prototypen durch die Straßen von Mountain View, Kalifornien. - Bild: Google

  • Auch der iPhone-Hersteller Apple will die Automobilindustrie offenbar aufmischen - jedenfalls halten sich die Gerüchte um ein 'iCar' hartnäckig. Unter anderem kommen immer wieder Spekulationen über eine mögliche Zusammenarbeit von Apple und BMW auf. - Bild: Designstudie, Franco Grassi

    Auch der iPhone-Hersteller Apple will die Automobilindustrie offenbar aufmischen - jedenfalls halten sich die Gerüchte um ein 'iCar' hartnäckig. Unter anderem kommen immer wieder Spekulationen über eine mögliche Zusammenarbeit von Apple und BMW auf. - Bild: Designstudie, Franco Grassi

  • Unterdessen arbeiten die Münchner zusammen mit dem chinesischen Suchmaschinen-Giganten Baidu an einem selbstfahrenden Auto, das Ende 2015 auf Chinas Straßen geschickt werden soll – allerdings zunächst als Forschungsprojekt. - Bild: BMW Group

    Unterdessen arbeiten die Münchner zusammen mit dem chinesischen Suchmaschinen-Giganten Baidu an einem selbstfahrenden Auto, das Ende 2015 auf Chinas Straßen geschickt werden soll – allerdings zunächst als Forschungsprojekt. - Bild: BMW Group

  • Keine Altlasten: Der US-Elektroautopionier Tesla hat von Beginn an auf alternativen Antrieb und starke Digitalisierung seiner Fahrzeuge gesetzt. - Bild: Tesla

    Keine Altlasten: Der US-Elektroautopionier Tesla hat von Beginn an auf alternativen Antrieb und starke Digitalisierung seiner Fahrzeuge gesetzt. - Bild: Tesla

  • Der Tesla S ist mit einem 17 Zoll großen Touchscreen ausgerüstet, über den praktisch alle Funktionen des Fahrzeugs gesteuert werden. Die Funktionen reichen bis hin zu einem Internetzugang samt Internetradio. - Bild: Tesla

    Der Tesla S ist mit einem 17 Zoll großen Touchscreen ausgerüstet, über den praktisch alle Funktionen des Fahrzeugs gesteuert werden. Die Funktionen reichen bis hin zu einem Internetzugang samt Internetradio. - Bild: Tesla

  • Auch BMW setzt auf Displays und Vernetzung. - Bild: BMW Group

    Auch BMW setzt auf Displays und Vernetzung. - Bild: BMW Group

  • Die BMW i Remote App für die Smartwatch Samsung Gear S verbindet den Fahrer mit seinem Fahrzeug. Unter anderem werden die elektrische Reichweite oder der Ladezustand der Batterie am Handgelenk angezeigt. - Bild: BMW Group

    Die BMW i Remote App für die Smartwatch Samsung Gear S verbindet den Fahrer mit seinem Fahrzeug. Unter anderem werden die elektrische Reichweite oder der Ladezustand der Batterie am Handgelenk angezeigt. - Bild: BMW Group

  • Mit Hochdruck arbeiten die Automobilkonzerne neben der Digitalisierung an alternativen Antrieben. BMW setzt bei seinem i8 bislang noch auf Hybrid-Technologie. Der deutlich kleinere i3 ist ein reiner Stromer. - Bild: BMW Group

    Mit Hochdruck arbeiten die Automobilkonzerne neben der Digitalisierung an alternativen Antrieben. BMW setzt bei seinem i8 bislang noch auf Hybrid-Technologie. Der deutlich kleinere i3 ist ein reiner Stromer. - Bild: BMW Group

  • Alternative: Brennstoffzelle. Im Gegensatz zu batteriebetriebenen Autos werden Brennstoffzellenfahrzeuge mit Wasserstoff betankt und erzeugen den Strom für einen Elektromotor selbst. Unter anderem setzt Toyota mit dem 'Mirai' auf diese Technologie. - Bild: Toyota

    Alternative: Brennstoffzelle. Im Gegensatz zu batteriebetriebenen Autos werden Brennstoffzellenfahrzeuge mit Wasserstoff betankt und erzeugen den Strom für einen Elektromotor selbst. Unter anderem setzt Toyota mit dem 'Mirai' auf diese Technologie. - Bild: Toyota

  • Auch bei Volkswagen wird e-Mobilität inzwischen deutlich größer geschrieben als lange Zeit. Der rein elektrisch angetriebene e-Golf ist von seinem Bruder mit Verbrennungsmotor - zumindest äußerlich - kaum zu unterscheiden. - Bild: VW

    Auch bei Volkswagen wird e-Mobilität inzwischen deutlich größer geschrieben als lange Zeit. Der rein elektrisch angetriebene e-Golf ist von seinem Bruder mit Verbrennungsmotor - zumindest äußerlich - kaum zu unterscheiden. - Bild: VW