Autozulieferer Leoni korrigiert seine Prognosen für 2015 und 2016. Foto: Leoni

Autozulieferer Leoni korrigiert seine Prognosen für 2015 und 2016. Foto: Leoni

Hier hätten beschleunigte Hochläufe komplexer Projekte in Verbindung mit unerwartet angehobenen Stückzahlen zu vermehrten Aufwendungen und verminderter Effizienz geführt, so das Unternehmen. Dazu sei die vorzeitige Beendigung von margenstarken Projekten gekommen. Außerdem würden die im Rahmen der weiteren Globalisierung eingeleiteten Strukturmaßnahmen noch nicht wie vorgesehen greifen.

Für das 3. Quartal 2015 rechnet Leoni nun von einem deutlich schwächeren EBIT von nur noch 30 Millionen Euro. Auch für das Abschlussquartal 2015 sei mit einer Fortsetzung der Belastungen zu rechnen. Vor diesem Hintergrund geht Leoni davon aus, das für das Geschäftsjahr 2015 prognostizierte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 200 Millionen Euro nicht zu erreichen. Beim Konzernumsatz werde unverändert ein Niveau von mindestens 4,3 Milliarden Euro erwartet.

Und auch die Ziele für 2016 müssen nach unten angepasst werden. Zwar werde man die Steigerung der Profitabilität mit oberster Priorität vorantreiben - doch würden sich die negativen Effekte im Bordnetz-Segment auch im Geschäftsjahr 2016 ergebnisbelastend auswirken. Verstärkt werde dies durch erwartete Umsatzeinbußen und daraus resultierende fehlende Deckungsbeiträge. Die Aussichten würden durch verschlechterte wirtschaftliche Rahmenbedingungen in China und Russland getrübt, die voraussichtlich zu Nachfragereduzierungen führen dürften. Und auch das US-Geschäft mit der Nutzfahrzeugindustrie sowie das Umsatzvolumen einzelner Kunden würden sich wahrscheinlich nicht auf dem bislang geplanten Niveau bewegen, hieß es weiter.

Leoni senkt deshalb die Umsatzprognose für 2016 von zuletzt 4,8 Milliarden Euro auf nunmehr rund 4,6 Milliarden Euro. Zudem werde die bisherige Zielsetzung einer EBIT-Marge von 7 Prozent deutlich unterschritten. Der Automobilzulieferer erarbeitet derzeit ein Maßnahmenpaket, das die angestrebte Profitabilität des Bordnetz-Segments gewährleisten soll.