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Leoni hatte bereits im Oktober einige Eckdaten mit der Gewinnwarnung bekanntgegeben. - Bild: Leoni

Doch diese Vielzahl an Neuanläufen hatte bereits im Oktober zu einer Gewinnwarnung für das aktuelle sowie das nächste Jahr geführt, da diese mit hohen Anlaufkosten verbunden sind, beispielsweise für die Schulung der Mitarbeiter sowie die Umstellung von Maschinen. Der operative Gewinn (EBIT) fiel deshalb im dritten Quartal auf 29,8 Millionen Euro, nach rund 35 Millionen im Vorjahresquartal, sowie knapp 50 Millionen Euro im Jahr 2013. Unterm Strich waren es noch 15,6 Millionen Euro, nach 16 Millionen im Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten in etwa mit diesen Ergebnissen gerechnet, auch weil Leoni selbst einige Eckdaten bereits mit der Gewinnwarnung im Oktober bekanntgegeben hatte.

Neue Ziele für 2016

Am Montag hatte der Hersteller von Kabeln und Bordnetzsystemen bekanntgegeben, dass der für das Bordnetz-Geschäft zuständige Manager Andreas Brand sein Amt "einvernehmlich" niedergelegt habe. Ebenso hatte sich der Konzern bereits neue Ziele für das aktuelle Jahr gegeben. So soll mindestens ein Umsatz von 4,4 Milliarden Euro erreicht werden. Das operative Ergebnis (EBIT) soll jedoch nur noch mindestens 130 Millionen Euro betragen. Ursprünglich wollte Leoni in diesem Jahr das EBIT auf mehr als 200 Millionen Euro steigern.