PARIS (Dow Jones/rm). Laut dem am Donnerstag zwischen dem französischen Partner Renault SA, der Russian Technologies State Corp und der Troika Dialog Investment Co unterzeichneten Abkommen will Renault ihren Anteil von 25% an AvtoVAZ behalten. Das Restrukturierungsprogramm sieht vor, dass die Produktlinie des Konzerns sowohl im Hinblick auf die Modelle als auch die Qualität verbessert werden soll.

Renault bestätigte – gemäß des bereits im vergangenen Jahr umrissenen Konzeptes – bis 2012 rund 240 Mio EUR in AvtoVAZ investieren zu wollen. Dies werde hauptsächlich in Form von Sacheinlagen erfolgen, um den Produktionsvorgang zu modernisieren sowie das Design- und Produktions-Knowhow für eine neue Serie von Lada-Modellen auf Basis der B0-Platform von Renault bereitzustellen. Diese wird auch für die preiswerte Logan-Baureihe verwendet. Die Russian Technologies State Corporation werde im Gegenzug einen Teil der AvtoVAZ-Schulden in Aktien umwandeln.

AvtoVAZ hatte im September 2009 angekündigt im Zuge des Nachfrageeinbruchs gut ein Viertel der Belegschaft zu entlassen. Wegen der ersten Wirtschaftsrezession in Russland in diesem Jahrzehnt müsse nun die jahrelange Unwirtschaftlichkeit des Konzerns angegangen werden, erklärte Russlands größter Automobilhersteller seinerzeit.

2012, nach Abschluss der wichtigsten Rekapitalisierungsschritte, sollen die ersten Ergebnisse veröffentlicht und Schritte für die zukünftige Entwicklung der strategischen Partnerschaft vereinbart werden. Bis 2015 will AvtoVAZ 900.000 Fahrzeuge pro Jahr produzieren, 70% davon sollen AvtoVAZ-Modelle sein. Der Plan sieht zudem vor, dass der Autohersteller einen Marktanteil in Russland von mindestens 25% halten und seine Exporte ausbauen soll.