FRANKFURT (Dow Jones/rm). Die Pläne zu dem Gemeinschaftsunternehmen basierten den Angaben von Donnerstag zufolge auf einer Vereinbarung zwischen Astra Polymer und dem Geschäft Plastic Additives der ehemaligen Ciba AG. Das schweizerische Unternehmen war 2009 von BASF übernommen worden. Die Aufgabe der Joint-Venture-Pläne habe keinen Einfluss auf die Vereinbarungen beider Unternehmen zur Auftragsproduktion von kundenspezifischen Antioxidantien-Mischungen, hieß es.

BASF schaue sich nun andere Optionen in der Region an, die sowohl für das Unternehmen als auch für seine Kunden von größerem Vorteil seien, sagte ein BASF-Sprecher. Branchenexperten sehen als Möglichkeiten, dass BASF entweder selbst eine Produktion vor Ort aufbauen könnte oder andere Joint Ventures eingehen könnte.

“Wir sehen deutlich die strategische Wichtigkeit der Region Naher Osten und wir sind überzeugt, dass kundenspezifische Mischungen vor Ort produziert werden müssen”, sagte John Frijns, Senior Vice President Plastic Additives Europe/EAWA bei BASF. BASF habe nach der Integration der Ciba das Plastic Additives Geschäft eingehend analysiert. Dabei hätten sich neue Möglichkeiten gezeigt, die sowohl den Kunden als auch BASF Mehrwert bringe, betonte er.

BASF ist der weltweit führende Zulieferer von Kunststoff-Additiven. Das Umsatzvolumen dieses Geschäftsfeldes schätzen Marktexperten auf mehrere 100 Mio EUR. Ein Teilbereich davon sind kundenspezifische Antioxidantien-Mischungen.