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Bei der Herstellung des Kunststoffes TDI hat der Chemiekonzern BASF eine deutlich erhöhte Konzentration der giftigen Substanz Dichlorbenzol (DCB) festgestellt, 50 betroffene Kunden informiert und die Auslieferung gestoppt. - Bild: BASF

Die Belastung sei laut BASF auf einen technischen Fehler in der Produktion zurückzuführen, die Ursache werde derzeit beseitigt. Der Chemiekonzern informierte 50 betroffene Kunden und stoppte die Auslieferung des Produkts. Von den 7.500 Tonnen TDI, die einen höheren Dichlorbenzol-Wert aufweisen, sind rund zwei Drittel noch nicht weiterverarbeitet. Dieses sowie noch nicht verarbeitete Schaumblöcke will der Chemiekonzern zurücknehmen. Für bereits weiterverarbeitete Produktmengen unterstützt BASF ihre Kunden dabei, Tests durchzuführen, um sicherzustellen, dass die spezifischen Grenzwerte der verschiedenen Industrien eingehalten werden.

Was kann TDI auslösen?

Dichlorbenzol ist eine organische Verbindung. Die farblose Flüssigkeit ist giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung. Dichlorbenzol kann Haut, Atemwege und Augen reizen, und steht unter dem Verdacht, Krebs zu verursachen.

TDI ist einer der Ausgangsstoff für den Spezialkunststoff Polyurethan. Dieser Kunststoff wird zu einem großen Teil in der Möbelindustrie (elastische Schäume für Matratzen, Polsterung oder Holzbeschichtungen) sowie in der Automobilindustrie (Sitzpolster) eingesetzt.