Der deutsche Chemiekonzern BASF und die britische Ineos Industries Holdings bringen ein Joint Venture auf den Weg.

LUDWIGSHAFEN (Dow Jones/ks)–Dafür werden die weltweiten Geschäftsaktivitäten in den Arbeitsgebieten Styrol-Monomere, Polystyrol, Acrylnitrilbutadienstyrol, Styrolbutadiencopolymere und weitere Styrol-basierte Copolymere sowie Copolymerblends von BASF und Ineos in einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem Namen Styrolution zusammengeführt. Eine entsprechende Absichtserklärung sei unterzeichnet worden. Styrolution soll einen jährlichen Umsatz von über 5 Mrd Euro erwirtschaften. Die Wettbewerbsbehörden müssen dem Vorhaben noch zustimmen.

BASF hatte vor kurzem angekündigt, ihre Styrolkunststoff-Aktivitäten bis Ende 2010 auszugliedern und in separate Gesellschaften einzubringen. Die Ausgliederung wird laut BASF planmäßig fortgeführt. Ab dem 1. Januar 2011 werde BASF Styrolkunststoff-Aktivitäten als eigenständiges Unternehmen mit dem Namen Styrolution führen. Ineos hatte ebenfalls angekündigt, alle Anteile am paritätischen Styrenics-Joint-Venture Ineos Nova von Nova Chemicals zu übernehmen. Bei Gründung des Joint Ventures mit BASF werde Ineos diese Geschäfte in das neue Unternehmen Styrolution überführen, erklärte die BASF SE weiter. Das Geschäft mit Polystyrol-Schäumen sei nicht Teil der Transaktion und verbleibe innerhalb der BASF bzw bei Ineos.

Der Sitz des Unternehmens soll in Frankfurt sein. Die Anteile am Joint Venture werden jeweils zu 50% von BASF und Ineos gehalten. BASF erhält nach eigenen Angaben nach Abschluss der Transaktion eine Ausgleichszahlung. Weitere finanzielle Einzelheiten wurden nicht genannt.