Basler zieht sich aus Inspektions-Geschäft zurück 1

Kamerahersteller Basler wird künftig seinen Fokus auf das Komponenten-Geschäft richten.

AHRENSBURG (sp).  Mit der Entscheidung die Geschäftsbereiche Inspektionslösungen für optische Datenträger und Dichtungsringe abzustoßen, reagiert das Unternehmen auf die stark schwankende Auftragslage in diesen Bereichen: “Unser Entschluss ist getrieben von dem Wunsch, an weniger volatilen Massenmärkten mit höheren Margen teilzunehmen”, sagt Vorstand Dr. Dietmar Ley anlässlich der Basler-Pressekonferenz auf der Fachmesse Vision. Das 280-Mann starke Unternehmen macht derzeit die Hälfte seines Umsatz in der Industrie, sieht aber die Bereiche Verkehrstechnik, Medizin und Sicherheit als attraktive Marktsegmente für Bildverarbeitungskomponenten: die Wachstumsraten fallen hier derzeit wesentlich höher aus. Der Bereich Sicherheitstechnik wäre für Basler allerdings Neuland. “Mittelfristig wollen wir in den Überwachungskamera-Markt einsteigen”, bestätigt Ley, der die Entwicklung des Unternehmens in erster Linie durch “aggressive Innovations-Politik” vorantreiben will - nicht durch Akquisitionen. Das Lösungs-Geschäft macht derzeit noch etwa 20% des Umsatzes aus, reduziert sich aber durch die geplante Reorganisation innerhalb der nächsten Jahre auf etwa 10%.

Der Konzernumsatz des Kameraherstellers stieg im 3. Quartal 2010 auf 15,8 Mio Euro und übertraf den Vorjahreswert von 8,4 Mio Euro um 88 %. Es wurde ein Konzernergebnis vor Steuern (EBT) von 1,8 Mio Euro erwirtschaftet, ein Anstieg um 2,4 Mio Euro über den Vorjahreswert von -0,6 Mio Euro. Die EBT-Marge betrug in der Berichtsperiode 11,4%. Die vorläufigen Werte für Umsatz und Vorsteuerergebnis lagen damit signifikant über den Vorjahreswerten als auch über den Erwartungen des Vorstands.