Bauer Gruppe

Die Bauer Gruppe muss einen Rückgang des Umsatzes verbuchen. - Bild: Bauer Gruppe

Das EBIT verbesserte sich hingegen um 4,4 Prozent von 36,4 Millionen Euro auf 38 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern lag mit Minus 4 Millionen Euro unter Vorjahr (-2,7 Millionen Euro).

Grund dafür sind laut dem Unternehmen etwas höhere Finanzaufwendungen sowie ein leicht negatives Ergebnis aus sogenannten at-Equity bewerteten Anteilen. Der Auftragsbestand blieb stabil auf hohem Niveau bei etwa einer Milliarde Euro. Der Zuwachs stammt vor allem aus den Segmenten Bau und Resources.

Die schwächeren Geschäftszahlen seien im Wesentlichen auf das Segment Bau zurückzuführen. Zum einen sind in einzelnen Tochterfirmen im Ausland finanzielle Belastungen durch Auftragslücken entstanden. Zum anderen verzögerten sich einige Großprojekte, was die erwartete Leistung negativ beeinflusste. Die Gesamtkonzernleistung lag mit 516,4 Millionen Euro um 8,5 Prozent unter Vorjahr. Das EBIT stieg von 12,4 Millionen Euro um 1,7 Prozent auf 12,6 Millionen Euro an. Der Auftragsbestand ist um 1,1 Prozent leicht zurückgegangen, liegt aber mit 578 Millionen Euro weiterhin auf sehr hohem Niveau, wie die Bauer Gruppe via Pressemitteilung erklärte.

Mit seinen drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources und dem breit diversifizierten Geschäftsmodell ist der Konzern mit mehr als 110 Tochterunternehmen in rund 70 Ländern der Welt tätig.

Maschinen-Segment mit Umsatz-Rückgang

Im Segment Maschinen reduzierte sich der Umsatz um 6,2 Prozent von 496,6 Millionen Euro auf 465,7 Millionen Euro. Das EBIT lag mit 22,8 Mio. EUR um 7,3 Prozent unter dem Vorjahr von 24,6 Millionen Euro. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im dritten Quartal des Vorjahres ein Sondereffekt durch den Verkauf von 50 Prozent der Anteile und die Neubewertung der verbliebenen 40 Prozent der Anteile an der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH entstanden war. Das im Vorjahresvergleich damit bessere operative Ergebnis ist unter anderem auf die Auslieferung einiger Groß- und Sondergeräte zurückzuführen.

Der Auftragsbestand fiel von 159,7 Millionen Euro auf 150,6 Millionen Euro. Der Grund dafür liege im Wesentlichen im Geschäft mit Tiefbohranlagen. Das Tiefbohrgeschäft wurde zum Jahresbeginn in das Joint Venture mit Schlumberger eingebracht, das unter dem Namen NEORig auf dem Markt auftritt. Die Auftragslage dort sei aber erfreulich. Bei den Spezialtiefbaugeräten haben sich die Auftragseingänge besser als im Vorjahr entwickelt.

Bei der Neuausrichtung des Segment Resources beginnen die Restrukturierungsmaßnahmen zu greifen. Der Umsatz stieg um 15,9 Prozent auf 205,4 Millionen Euro. Hier schlagen größere Projekte im Umweltbereich positiv zu Buche. Das EBIT betrug 3,4 Millionen Euro nach einem Minus von 1,2 Millionen Euro im Vorjahr. Mit 290,3 Millionen Euro weist das Segment beim Auftragsbestand ein Plus von 6,1 Prozent aus. Auch die Tochterfirma in Jordanien konnte wieder größere Aufträge gewinnen und so ihre Auslastung deutlich verbessern.

Bereits am 3. November hatte das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr 2016 per Ad-hoc-Mitteilung korrigiert. Bislang war die Bauer Gruppe von einem Umsatz von etwa 1,65 Milliarden Euo, einem EBIT von etwa 75 Millionen Euro und einem Ergebnis nach Steuern von etwa 20 bis 25 Millionen Euro ausgegangen. Nun erwartet das Unternehmen, bis zum Jahresende eine Gesamtkonzernleistung leicht unterhalb von 1,65 Milliarden Euro, ein EBIT von etwa 65 Millionen Euro und ein Ergebnis nach Steuern von etwa 10 bis 15 Millionen Euro zu erreichen.